21.05.2013, 22:03 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
Die Aktienrally setzte sich auch am Dienstag fort. Nachdem zunächst der DAX bei 8476 Punkten ein neues historisches Verlaufshoch markierte, erreichte am Abend auch der amerikanische Aktienmarkt neue Höhen. In Deutschland stand der Leitindex zum Xetra-Ende bei 8472 Punkten - ein Tagesplus von 0,2 Prozent. Der MDAX zog um 0,3 Prozent an auf 14.201 Punkte. Der TecDAX fiel um 0,2 Prozent auf 968 Punkte. Der Bund-Future stand zuletzt mit 0,2 Prozent im Minus bei 144,64 Euro, ein Euro erholte sich auf gut 1,29 US-Dollar. Die Feinunze Gold kostete am Abend 1375 Dollar. Und ein Barrel Rohöl (159 Liter) der US-Sorte WTI wurde am Terminmarkt für rund 96 Dollar gehandelt.
Nach zehn starken Tagen in Folge boten Bedenken über ein Ende der lockeren Geldpolitik der US-Notenbank Fed zeitweise Anlass für Gewinnmitnahmen. Händler verwiesen dann auf die positive Eröffnung der US-Börsen, die den Markt hierzulande stützte. An der Wall Street hatte der Dow Jones Industrial kurz nach Handelsbeginn erstmals die Marke von 15.400 Punkten übersprungen.
Gespannt warten die Anleger nun auf den Mittwoch. Dann werden die Notenbanken mit ihren Sitzungsprotokollen in den Fokus rücken. Außerdem wird Fed-Chef Bernanke eine Rede vor dem US-Kongress halten. Die Märkte interessiert vor allem, ob Bernanke eine Drosselung des Anleihen-Kaufprogramms der Fed andeuten wird. Zuletzt hatten sich bereits mehrere US-Notenbanker öffentlich dafür ausgesprochen, damit schon in den nächsten Monaten zu beginnen. Angesichts der Höchststände an den Börsen werde man dem US-Notenbank-Präsidenten noch genauer zuhören, meinte Sarah Brylewski von Gekko Markets.
Doch zunächst ging die Aktienrally in Amerika weiter. Nach einem Auf und Ab kamen neue positive Impulse, nachdem David Kostin, der oberste Investmentstratege von Goldman Sachs sagte, dass die Rally am US-Aktienmarkt noch mindestens zweieinhalb Jahre andauern könnte.
Der Dow Jones Industrial kletterte im Tagesverlauf bis auf das neue Alltime-High bei 15.434 Punkten, stand zum Handelsende dann noch mit 0,3 Prozent im Plus bei 15.387 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index notierte zuletzt 0,2 Prozent über Vortag bei 1669 Punkten. Auch dieser Index hatte zuvor einen neuen Rekord markiert bei knapp 1675 Zählern. An der Nasdaq stieg der Composite-Index um 0,2 Prozent auf 3502 Punkte.
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Besonders deutlich erwischten am Dienstag die einsetzenden Gewinnmitnahmen europaweit die zuletzt kräftig gestiegenen Autotitel, allen voran Daimler mit minus 1,4 Prozent. Der Sektorindex war seit Mitte April um rund 25 Prozent angesprungen. Nach einem Pressebericht sorgen sich Börsianer nun vor Luxussteuern in China.
Noch schwächer tendierten die Banken. Papiere der Deutschen Bank fielen mit einem Abschlag von 2,3 Prozent an das DAX-Ende, nachdem sowohl JPMorgan als auch Macquarie ihre Einstufungen gesenkt haben. Zuletzt weniger gefragte Infineon-Aktien erklommen indes mit plus 2,9 Prozent die DAX-Spitze. Ein Börsianer verwies auf einen positiven Analystenkommentar.
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Im MDAX setzten sich Wacker Chemie mit plus neun Prozent ab und bestätigten damit den positiven Trend im Solarsektor. Die Strafzolldebatte ist am Markt wieder Thema. Kreisen zufolge wollen China, Europa und die USA einen Handelskrieg wegen des Streits über Strafzölle für Solarzellen abwenden. Zudem hatte JA Solar am Vorabend an der Nasdaq mit einem satten Kurssprung von 70 Prozent eine Steilvorlage für den Sektor geliefert. Der Hersteller von Solarzellen und Photovoltaik-Systemen hatte im ersten Quartal weniger Verlust geschrieben als gedacht und von einer unerwartet starken Nachfrage aus Japan profitiert.
Im TecDAX zogen SMA Solar um 4,6 Prozent an. Ein solides erstes Quartal reichte den Anlegern bei United Internet nach der jüngsten Rekordrally nicht für weitere Kursgewinne. Sie sackten um über sieben Prozent ab.
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Die Börse in Tokio hat am Dienstag mit Blick auf die Sitzung der japanischen Zentralbank gut behauptet geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte ging mit einem leichten Aufschlag von 0,1 Prozent beim Stand von 15.381 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste Topix stieg ebenfalls geringfügig um 0,1 Prozent auf 1270 Punkte.
Die Bank of Japan (BoJ) trat zu einer zweitägigen Sitzung zusammen. Am Markt wird erwartet, dass die BoJ ihre Einschätzung der allgemeinen Wirtschaftslage anhebt. Zugleich dürfte sie ihren geldpolitischen Kurs unverändert beibehalten, nachdem sie im April eine drastische Ausweitung der Geldmenge beschlossen hatte. Der Kurs der BoJ hat den Yen deutlich abgewertet, was die Exporterlöse der Unternehmen erhöht. Ferner dürfte sich die Notenbank mit dem jüngsten Anstieg der langfristigen Zinsen befassen.

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Quelle: dpa-AFX, t-online.de
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