Börsen und Märkte
Der DAX verbucht Verluste12.08.2013, 15:59 Uhr | rtr, dpa, dpa-AFX, t-online.de
In einer weiteren lustlosen Sommersitzung haben deutsche Aktien am Montag nach freundlichem Start ins Minus gedreht. Der DAX fiel zuletzt um 0,1 Prozent auf 8329 Punkte. In der Vorwoche hatte der deutsche Leitindex 0,8 Prozent verloren. Für den MDAX ging es zuletzt um 0,3 Prozent auf 14.697 Zähler runter. Der TecDAX hingegen gewann dagegen 0,3 Prozent auf 1024 Stellen. Das Anleihen-Barometer Bund-Future verharrte derweil unverändert auf 142,33 Euro und ein Euro kostete 1,3288 Dollar. Eine Feinunze Gold wurde für 1340 Dollar umgesetzt. Ein Fass Rohöl (159 Liter) der US-Sorte WTI wurde am Terminmarkt für 105,63 Dollar gehandelt.
Bei insgesamt dünner Nachrichtenlage konzentrierten sich laut Händlern einige Anleger wieder auf negative Themen wie Griechenland. So geht die Deutsche Bundesbank einem "Spiegel"-Bericht zufolge davon aus, dass schon bald ein neues Rettungsprogramm notwendig wird.
Besser als erwartete Wirtschaftsdaten aus Griechenland hielten dann aber am Mittag die rutschenden Kurse zumindest wieder auf. Schwache Daten aus Japan hätten gemeinsam mit der anhaltenden Lustlosigkeit an den Börsen die Kurse nach unten gedrückt, sagte Aktienhändler Matt Basi von CMC Markets UK.
Die japanische Wirtschaft hat zwar im zweiten Quartal weiter zugelegt. Ökonomen hatten aber einen stärkeren Anstieg erwartet. Positiv wirkten Hoffnungen auf neue Konjunkturprogramme in China. Nennenswerte Konjunkturdaten aus Europa gab es nicht.
Die US-Börsen haben am Montag mit leichten Verlusten eröffnet. Händlern zufolge drückten Spekulationen über den Zeitpunkt für ein Ende der geldpolitischen Konjunkturstützen durch die Notenbank Fed auf die Stimmung. Angesichts der zu Ende gehenden Saison für die Firmenbilanzen zum zweiten Quartal gab es wenig Kaufanreize.
Der Dow Jones Industrial der Standardwerte notierte 0,4 Prozent im Minus bei 15.366 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,4 Prozent auf 1684 Zähler. Der Nasdaq Composite rückte um 0,1 Prozent auf 3662 Stellen vor.
BASF erholten sich an der DAX-Spitze um 1,2 Prozent auf 65,55 Euro. Die Anteile am weltgrößten Chemiekonzern waren zuletzt eher auf Talfahrt.
K+S-Aktien knüpften an ihren Erholungskurs an und sprangen mit plus 2,2 Prozent an die DAX-Spitze. "Noch hat sich am Markt bei den Preisen nichts verändert", sagte Unternehmenschef Norbert Steiner der "Welt". Es sei bisher bei Ankündigungen von Uralkali geblieben.
Der russische Kali-Gigant war Ende Juli aus einer der beiden großen Vertriebsallianzen ausgestiegen und hatte damit die gesamte Branche aufgeschreckt. Der deutsche Düngemittelkonzern hatte daraufhin seine Prognosen kassiert, will aber an den Ausbauplänen in Kanada festhalten.
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Am Ende des DAX fanden sich Papiere der Deutschen Börse mit minus 2,7 Prozent auf 53,97 Euro. Händler verwiesen auf einen negativen Analystenkommentar und einen Bericht des "Wall Street Journal". Danach überprüfen die US-Behörden, ob die Deutsche-Börse-Tochter Need to Know News Sperrfristen gebrochen und so ihren Kunden einen Zeitvorteil verschafft hat.
ThyssenKrupp drehten nach anfänglichen Verlusten knapp ins Plus. Zunächst hatte ein Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zu einer geplanten Kapitalerhöhung belastet. Das wäre aber auch nicht mehr überraschend, so ein Händler.
Nur wenige Tage nach dem Tod des Konzernpatriarchen Berthold Beitz bereite der Stahl- und Industriekonzern den Verkauf von Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde Euro vor, berichtete das Blatt. Einen Artikel der "Rheinischen Post" zu Gerüchten über einen möglichen Verkauf des europäischen Stahlgeschäfts wies der Industriekonzern strikt zurück.
Bei den mittelgroßen Unternehmen stachen die Aktien von Bilfinger mit einem Kursplus von 2,5 Prozent nach Zahlen und einer bestätigten Jahresprognose positiv hervor. Nach einem schwachen ersten Halbjahr setzt der Dienstleistungskonzern nun auf eine Belebung.
QSC-Aktien feierten die Vorlage von Zahlen des Telekomdienstleisters im TecDAX mit einem Kurssprung von 10,2 Prozent. Einer ersten Händlereinschätzung zufolge sind die Zahlen der Kölner solide ausgefallen, was sich sehr positiv auf die Aktie auswirke. Die Abkehr vom klassischen Geschäft mit DSL-Anschlüssen zahle sich aus.
Die Anteile an Morphosys zogen um mehr als zwei Prozent an. Wie das Biotech-Unternehmen am Wochenende mitgeteilt hatte, haben die US-Kartellbehörden grünes Licht für die Partnerschaft mit Celgene gegeben. Nun geht das TecDAX-Mitglied davon aus, dass Umsatz und Ergebnis 2013 höher als bislang prognostiziert ausfallen werden.
In Japan gab es zwar Verluste, nachdem das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Juni nicht ganz so stark gewachsen war wie erwartet. Der Nikkei-Index reduzierte zum Schluss aber seine Verluste und ging mit einem Minus von 0,7 Prozent bei 13.519 Zählern aus dem Tag.
12.08.2013, 15:59 Uhr | rtr, dpa, dpa-AFX, t-online.de
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