20.05.2013, 19:20 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
Die deutschen Aktien setzten ihre Rekordserie auch am Pfingstmontag fort. Der DAX schloss den ruhigen Handelstag mit einem Plus von 0,7 Prozent auf dem neuen Allzeithoch bei 8456 Zählern. Der MDAX notierte zuletzt ebenfalls auf Allzeithoch bei 14.163 Punkten - ein Tagesplus von gleichfalls 0,7 Prozent. Der TecDAX gewann 0,4 Prozent auf 971 Punkte. Der Bund-Future rutschte derweil um 0,4 Prozent auf 144,82 Euro, ein Euro kostete 1,2870 US-Dollar. Der Preis für eine Feinunze Gold war nach zeitweiligem Rutsch unter 1350 Dollar am Abend gesucht und stieg auf 1384 Dollar, Silber kostete am Vormittag mit 21,30 Dollar so wenig wie zuletzt im September 2010, erholte sich zuletzt aber auf 22,67 Dollar. Und ein Barrel Rohöl (159 Liter) der US-Sorte WTI verbesserte sich am Terminmarkt auf 97,14 Dollar.
Bislang seien auch im Mai noch keine Verkäufe in Sicht, konstatierte Händlerin Anita Paluch von Gekko Markets. Sie bezog sich damit auf eine saisonale Handelsregel, die empfiehlt, sich im Mai aus dem Markt zurückzuziehen. Mit dem Ende der Berichtssaison werde jedoch die Luft für weitere Gewinne dünner, sagte Thomas Hollenbach von der Landesbank Baden-Württemberg.
Auch in den USA wurde am Montag gehandelt. Nach ihrem jüngsten Rekordhoch zeigte sich die Wall Street im frühen Handel zunächst jedoch nur uneinheitlich. Der Dow Jones Industrial stieg dann aber wieder und markierte bei 15.391 Punkten mit einem Tagesgewinn von 0,3 Prozent einen neuen historischen Höchststand. Zuletzt lag der Dow auf Vortagsniveau. Auch der marktbreite S&P-500-Index markierte einen neuen Rekord: 1672 Zähler, was einen Zuwachs von 0,3 Prozent bedeutete. Auch dieser Index rutschte dann ein wenig. An der technologielastigen Nasdaq-Börse lag der Composite-Index zuletzt mit 0,1 Prozent im Minus bei 3495 Zählern.
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Ein Marktbeobachter sagte, er hoffe auf zumindest eine kleine Korrektur, damit Investoren auch einmal Zeit hätten, um Gewinne zu realisieren. Andere Börsianer sprachen von fehlenden positiven Impulsen zum Wochenauftakt.
Ihr Augenmerk dürften die Anleger im Laufe der Woche vor allem auf die Notenbanken richten. Zur Wochenmitte wird das Sitzungsprotokoll des Offenmarktausschusses der US-Notenbank präsentiert. Es dürfte spannend werden, ob die Notenbanker sich zum weiteren Vorgehen bei den Anleihekäufen äußern werden, sagten Börsianer. Mehrere Fed-Mitglieder hatten sich zuletzt dafür ausgesprochen, das Anleihekaufprogramm bereits ab Sommer zurückzufahren.
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Am deutschen Aktienmarkt schossen Commerzbank-Aktien um fast neun Prozent nach oben, die Bezugsrechte für die neuen Aktien sogar um mehr als 20 Prozent. Börsianer rechnen indes bis zum Vollzug der geplanten Kapitalerhöhung weiter mit starken Kursschwankungen.
Auch die Papiere von Auto-Herstellern boomten. Im DAX wurden sie von VW mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent angeführt. Dahinter folgten BMW mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent und Daimler mit plus zwei Prozent. Der europäische Autosektor rückte seit Mitte April ohne größere Unterbrechung um mittlerweile gut ein Viertel vor. Händlern zufolge äußerte sich nun auch Morgan Stanley in einer aktuellen Studie positiv.
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Nur optisch deutlich im Minus lagen Fresenius-Papiere. Der Gesundheitskonzern schüttete seine Jahresdividende in Höhe von 1,10 Euro je Anteil aus. Von diesem Montag bis zum 20. November will der Konzern zudem Stammaktien für 385 Millionen Euro an der Börse erwerben, wie das Unternehmen mitteilte. Auf Basis des Schlusskurses von 53,04 Euro von Donnerstag entspricht dies knapp sieben Millionen Aktien und damit rund 2,3 Prozent des Grundkapitals. Die zurückgekauften Papiere sollen eingezogen oder für Mitarbeiter-Beteiligungsprogramme verwendet werden.
Auch die Aktien von Gildemeister, Euromicron und GfK wurden ex Dividende gehandelt. K+S-Titel setzten ihre jüngste Talfahrt als DAX-Schlusslicht mit minus 1,1 Prozent fort.

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Im MDAX kletterten die Aktien von Rheinmetall nach einem positiven Analystenkommentar um fast vier Prozent. Tim Rokossa von der Deutschen Bank stufte die Papiere von "Sell" auf "Hold" hoch. Das auf 35 Euro angehobene Kursziel liegt allerdings unter dem aktuellen Kursniveau der Papiere. Der Markt dürfte die strukturelle Schwäche in der Rüstungssparte nun ausreichend verstehen, begründete der Experte sein neues Votum. Zudem gebe es Anzeichen einer Verbesserung in der europäischen Automobilproduktion. Diese dürfte das Automobilzuliefergeschäft des Konzerns nach und nach unterstützen.
Auch die Aktien der HHLA profitierten mit plus 2,6 Prozent von einer Hochstufung. Analystin Ruxandra Haradau-Doser von Kepler Cheuvreux gab in einer aktuellen Studie ihre "Reduce"-Einstufung für die Papiere des Hafenbetreibers auf. Die Margen hätten ihren Boden gefunden, so die Expertin, die zudem eine überraschend gute Volumenentwicklung konstatierte. Die Bewertung sei allerdings ambitioniert. Sie stuft HHLA nun mit "Hold" ein.
Die Aktien von Ryanair haben am Montag mit einem Kurssprung auf die vorgelegte Zahlen reagiert. In der Spitze verteuerte sich die Aktien der irischen Billig-Airline um knapp zehn Prozent auf einen neuen Rekordwert. Die Fluggesellschaft verdiente im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich mehr. Die guten Nachrichten beflügelten auch den Kurs des Wettbewerbers Easyjet, der sich an der Londoner Börse um mehr als vier Prozent verteuerte. Der eher zurückhaltende Ausblick kam laut ersten Analystenkommentaren nicht überraschend.
Die Börse in Tokio hat ihren Höhenflug dank des schwachen Yen am Montagvormittag fortgesetzt. Zum Handelsschluss notierte der Nikkei-Index einen deutlichen Aufschlag von 1,5 Prozent auf 15.361 Punkte. Der Nikkei-Index hat damit den höchsten Stand seit Dezember 2007 erreicht. Gestützt auf US-Daten vom Freitag gehörten Exportwerte zu den Favoriten. Aktien von Toyota und Sony, die beide stark in die USA exportieren, legten um knapp zwei und mehr als fünfeinhalb Prozent zu.
Der Stoxx Asia/Pacific 600, der die 600 größten Unternehmen der Börsen in Australien, Hongkong, Japan, Neuseeland und Singapur enthält, kletterte zuletzt um 1,2 Prozent. In China stützen die jüngsten Daten zum Immobilienmarkt vor allem die Aktien von Bauunternehmen. Der CSI 300 legte um 0,7 Prozent zu. In Hongkong ging es für den Hang-Seng-Index um noch deutlichere 1,7 Prozent auf 23.480 Punkte aufwärts.
Quelle: dpa-AFX, t-online.de
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