Paketdienste
UPS mischt europäischen Paketmarkt auf19.03.2012, 12:13 Uhr | dapd, AFP, t-online.de - mmr
Der weltgrößte Paketdienst United Parcel Service (UPS) aus den USA greift die Deutsche Post DHL mit einer Milliardenübernahme auf ihrem Heimatmarkt an. UPS will den niederländischen Paketdienst TNT Express übernehmen und erhöhte das Angebot nun auf 5,16 Milliarden Euro, das sind 9,50 Euro pro Aktie. TNT hatte im Februar ein Übernahmeangebot in Höhe von 4,9 Milliarden Euro zurückgewiesen, seitdem verhandelten die beiden Konzerne. TNT hat seinen Aktionären bereits die Annahme des Angebots empfohlen. An der Börse verzeichnen die beteiligten Firmen Kurssteigerungen.
Sollte die Übernahme gelingen, würden die Amerikaner in Europa im Paketbereich zum bisherigen Platzhirsch, der Deutsche-Post-Tochter DHL aufschließen. Weltweit ist UPS bereits der nach Umsatz größte Logistiker vor FedEx und der Deutsche-Post-Tochter DHL. Bisher war der US-Logistiker in Europa vergleichsweise schwach vertreten, auf der anderen Seite hatte TNT jüngst Probleme, mit der starken Ausrichtung auf Europa im internationalen Wettbewerb zu bestehen. "Von der regionalen Ausrichtung macht der Deal absolut Sinn", sagen Analysten.
TNT Express hat im vergangenen Jahr 7,25 Milliarden Euro umgesetzt, davon zwei Drittel im Europa. Die Erlöse würden in Zukunft zum internationalen Geschäft von UPS gezählt, das 2011 einen Umsatz von 9,3 Milliarden Euro erzielte. Der fusionierte Konzern wird einen Jahresumsatz von insgesamt über 45 Milliarden Euro haben, davon ein Drittel außerhalb der USA.
Die Amerikaner umwerben die Niederländer schon seit mehreren Jahren. Ob die Kartellbehörden dem Deal zustimmen, ist offen. Die Deutsche Post DHL rechnet mit massiven wettbewerbsrechtlichen Bedenken gegen die geplante Übernahme. Ein Konzernsprecher sagte, das Unternehmen erwarte eine gründliche Prüfung der Fusionspläne durch die Wettbewerbsbehörden.
Sollten dann auch die Aktionäre zustimmen, wäre dies die größte Übernahme des 1907 gegründeten amerikanischen Unternehmens, das für seine markanten dunkelbraunen Auslieferungswagen auch hierzulande bekannt ist. Als Zeichen der Zuversicht, dass die geplante Übernahme von TNT Express durchgehen wird, hat sich UPS im Falle eines Scheiterns zur Zahlung einer Vertragsstrafe von 200 Millionen Euro bereiterklärt. Die Summe ist nach europäischem Standard recht hoch. TNT Express war erst 2011 nach der Aufspaltung von TNT in die Express- und Briefsparte entstanden.
"Die Transaktion wird einen Weltmarktführer für Logistik mit einem Umsatz von mehr als 45 Milliarden Euro jährlichen Umsatzes und einem erweiterten, weltweiten Netzwerk schaffen", erklärten UPS und TNT. UPS mit Sitz in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia beschäftigt weltweit 400.000 Menschen. TNT Express ist aus der Aufspaltung der niederländischen Post in einen Brief und einen Paketdienst hervorgegangen. Das Unternehmen hat 82.000 Angestellte und ist in 200 Staaten weltweit aktiv.
Die Titel des Paketdienstes TNT Express rückten zeitweise um knapp Prozent vor. Für die Papiere des Briefzustellers PostNL, der mit knapp 30 Prozent größter Anteilseigner von TNT Express ist und seine Anteile den Amerikanern andienen will, ging es um gut 2,5 Prozent hoch. UPS gewannen im europäischen Handel ebenfalls. Auch die Aktie der Deutschen Post legte am Montag leicht zu.
19.03.2012, 12:13 Uhr | dapd, AFP, t-online.de - mmr
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