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    Priceline will Kayak kaufen: Milliardenübernahme unter Reiseportalen

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    Priceline will Kayak kaufen: Mrd.-Deal unter Reiseportalen

    09.11.2012, 12:26 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

    Priceline will Kayak kaufen: Milliardenübernahme unter Reiseportalen. Das Angebot von Priceline.com auf einem iPad (Quelle: dpa)

    Das Angebot von Priceline.com auf einem iPad (Quelle: dpa)

    Eine Milliardenübernahme sorgt dafür, dass bei den Buchungsportalen für Hotels, Flüge und Mietautos die Karten neu gemischt werden. Der US-Anbieter Priceline.com will seinen ebenfalls amerikanischen Konkurrenten Kayak für 1,8 Milliarden Dollar (1,4 Milliarden Euro) kaufen. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen seien sich über das Geschäft einig, erklärte Priceline.

    Kayak ist eine Preissuchmaschine für Reisen. Hier lassen sich Angebote zahlreicher Anbieter direkt miteinander vergleichen. Vor allem in den USA ist das Portal populär, es gibt aber auch eine deutschsprachige Website. Das Online-Reisebüro Priceline ist in Europa über die Tochter Booking.com aktiv.

    Priceline bietet Großteil des Kaufpreises in Aktien

    Die Wettbewerbshüter und vor allem die Kayak-Aktionäre müssen bei der Übernahme noch mitziehen. Priceline bietet 500 Millionen Dollar in bar und den Rest der Summe in eigenen Aktien. Pro Kayak-Anteilschein sollen 40 Dollar fließen, das ist ein Aufschlag von 29 Prozent auf den Schlusskurs vom Donnerstag. Die Aktie rückte nachbörslich entsprechend nach. Der Kurs des Priceline-Papiers sank dagegen leicht.

    Diese Firmen produzieren noch in Deutschland

    Angriff auf Konkurrent Expedia

    Kayak war erst im Juli an die Börse gegangen. Dass Priceline jetzt zuschlägt, wird als Angriff auf die Branchengröße Expedia gewertet. Konkurrent Expedia hatte seine Reisesuchmaschine und Bewertungsplattform abgespalten und Ende des Jahres 2011 an die Börse gebracht. Priceline ist in den USA unter anderem durch Werbung mit "Raumschiff Enterprise"-Star William Shatner ("Captain Kirk") bekanntgeworden.

    Priceline-Chef Jeffery Boyd räumte in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" zwar ein, dass man Kayak vor dem Börsengang hätten deutlich billiger kriegen können - die Aktie war damals noch zu einem Ausgabepreis von 26 Dollar verkauft worden. Zugleich fühle Priceline sich als Investor jetzt viel sicherer, weil Kayak den harten Platzierungsprozess durchlebt habe. Boyd hob unter anderem die mobile Software von Kayak hervor.

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