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MAN: Gewinneinbruch und pessimistisch für die Zukunft

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Lkw-Branche

MAN büßt massiv Gewinn ein und blickt pessimistisch in die Zukunft

08.02.2013, 11:52 Uhr | dapd, dpa

VW besitzt bereits die Mehrheit an MAN (Quelle: dpa)

VW besitzt bereits die Mehrheit an MAN (Quelle: dpa)

Der Lkw- und Bushersteller MAN hat angesichts der schwachen europäischen Lastwagenmärkte im vergangenen Jahr deutlich weniger verdient. Der Nettogewinn sank 2012 um 58 Millionen auf 189 Millionen Euro, wie die Volkswagen-Tochter mitteilte. Der Umsatz reduzierte sich um vier Prozent auf 15,8 Milliarden Euro, der Auftragseingang gab um sieben Prozent auf 15,9 Milliarden Euro nach. Die Dividende soll deutlich gesenkt werden. Die MAN-Aktie verlor an der Börse leicht.

Kosten sollen reduziert werden

"Mit diesem Jahresergebnis können wir nicht zufrieden sein", sagte der Vorstandsvorsitzende Georg Pachta-Reyhofen. Deswegen habe der Vorstand bereits begonnen, Kosten zu reduzieren und die Effizienz zu steigern. Während die Maschinenbausparte ein konstantes Ergebnis ablieferte, fiel das des Kerngeschäfts Nutzfahrzeuge deutlich schlechter aus als im Vorjahr.

Weniger Lkw verkauft - mehr Schulden

MAN setzte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 134.245 Fahrzeuge ab. Das waren rund 21.000 weniger als 2011. Die Nettoverschuldung stieg um 1,7 Milliarden auf 3,9 Milliarden Euro. Wegen der schwachen Auftragslage für Lkw und Busse sind seit Mitte Januar knapp 5000 Mitarbeiter in München und Salzgitter in Kurzarbeit. MAN beantragte die Maßnahme für ein halbes Jahr.

Gewinn soll 2013 weiter zurückgehen

Für 2013 geht der Hersteller von einem rückläufigen Nutzfahrzeuggeschäft in Europa aus. Vor allem in der ersten Jahreshälfte rechnet das Unternehmen noch mit Einbußen. Im brasilianischen Markt erwartet der MAN-Vorstand dagegen ein Absatzplus. Der Umsatz der Gruppe soll leicht, das operative Ergebnis überproportional zurückgehen.

MAN bleibt vorerst an der Börse

Volkswagen hatte in den vergangenen Monaten seinen Anteil an MAN auf mehr als 75 Prozent erhöht. Im Zuge dessen war MAN aus dem DAX ausgeschieden. VW plant nun den Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags. Dann kann der VW-Konzern die Tochter noch einfacher kontrollieren und zusätzliche Synergien mit der schwedischen Lkw-Tochter Scania heben. Von der Börse nehmen will Volkswagen seine Tochter MAN vorerst aber nicht.

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Dividende mehr als halbiert

VW muss sich wie alle übrigen Aktionäre mit einer reduzierten Dividende begnügen. MAN schlägt vor, 1,00 Euro je Anteilsschein auszuschütten, 1,30 Euro weniger als im vergangenen Jahr. Die Wolfsburger können also immerhin auf die Zahlung von mindestens 106 Millionen Euro hoffen.

08.02.2013, 11:52 Uhr | dapd, dpa

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