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S&P droht Deutscher Bank mit Abstufung

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S&P droht Deutscher Bank mit Abstufung

27.03.2013, 09:59 Uhr | t-online.de, dpa-AFX

S&P droht Deutscher Bank mit Abstufung. Warnschuss für die Deutsche Bank  (Quelle: dapd)

Warnschuss für die Deutsche Bank (Quelle: dapd)

 

Die Deutsche Bank bekommt nun auch Feuer von Ratingagenturen: Standard & Poor's (S&P) drohte dem Institut mit einer baldigen Herabstufung seiner langfristigen Kreditwürdigkeit. Die Bank sei schlechter kapitalisiert als die Konkurrenz, berichtete das "Handelsblatt". Zudem belaste die Schuldenkrise. Bisher stuft S&P das Institut mit "A+" ein.

Risiken belasten Deutsche Bank

Die Bank wollte die Angelegenheit auf Anfrage nicht kommentieren. Die Beurteilung der kurzfristigen Kreditwürdigkeit ("A-1") bestätigten die Amerikaner hingegen: "Wir gehen davon aus, dass die anhaltenden wirtschaftlichen, regulatorischen und rechtlichen Risiken die Entwicklung der Bank weiterhin belasten werden", teilte S&P mit.

Zudem erklärte S&P dem "Handelsblatt" zufolge, dass angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen in Europa - darunter auch die "jüngsten Spannungen" in Zypern - "erhebliche Risiken" bestünden, Kapital zu generieren. "Die Kapitalisierung der Deutschen Bank ist unserer Ansicht nach weiterhin niedriger als bei Konkurrenten, trotz einer signifikanten Verbesserung im zweiten Halbjahr 2012."

Männer der Macht - Die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank

Keine Ruhe im Libor-Skandal

Derweil dürfte der Skandal um Manipulationen des Libor-Zinssatzes das Kreditinstitut möglicherweise noch bis in das nächste Jahr hinein nicht zur Ruhe kommen lassen. Frühestens Ende 2013 sei mit einer Einigung mit den Behörden in Deutschland, Großbritannien und den USA zu rechnen, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf informierte Kreise. Möglicherweise sei es auch erst 2014 so weit. Die Bank habe alleine für mögliche Strafen aus dem Fall rund 500 Millionen Euro zurückgestellt.

Vor einer Woche hatte das Geldhaus mitgeteilt, seine Rückstellungen um insgesamt 600 Millionen auf 2,4 Milliarden Euro erhöht zu haben. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin will eine Sonderprüfung zur Rolle der Deutschen Bank in der Affäre bis Ende des Monats abschließen. Andere Großbanken mussten im Libor-Fall hohe Bußgelder zahlen.

 
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