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Haniel: Metro-Großaktionär verliert Milliarden

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Metro-Großaktionär Haniel verliert Milliarden

08.04.2013, 15:14 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa

Haniel-Vorstände Stephan Gemkow (re.) und Florian Funck (Quelle: dapd)

Haniel-Vorstände Stephan Gemkow (re.) und Florian Funck (Quelle: dapd)

Seine umfangreiche Beteiligung am Handelskonzern Metro hat Großaktionär Haniel 2012 einen Milliardenverlust eingebrockt. Das mehr als 250 Jahre alte Familienunternehmen verzeichnete unter dem Strich einen historischen Verlust von 1,9 Milliarden Euro, teilte die Franz Haniel & Cie. GmbH mit.

Wertberichtigung in Milliardenhöhe

Das Ergebnis wurde insbesondere durch eine Wertberichtigung auf die verbliebenen Metro-Aktien in Höhe von 1,2 Milliarden Euro belastet. Im Jahr 2011 hatte das Unternehmen unter dem Strich noch 236 Millionen Euro Gewinn erzielt. Die Familienmitglieder des Haniel-Clans müssen nun erstmals in Friedenszeiten auf eine Dividende verzichten.

"Ein derart hoher, man kann auch sagen historischer Verlust markiert unweigerlich einen deutlichen Einschnitt", sagte der Vorstandsvorsitzende Stephan Gemkow. Haniel habe den deutlich gesunkenen Kurs der Metro-Aktie in seinen Büchern nachvollzogen. Er sprach von Aufräumarbeiten, die das Haniel-Geschäftsjahr 2012 geprägt hätten.

Dividende für 2013 wahrscheinlich

Mit dem Dividendenverzicht beteilige sich die Eigentümerfamilie mit etwa 50 Millionen Euro am weiteren Schuldenabbau. Bei dem riesigen Jahresminus handele es sich um einen einmaligen Verlust, versicherte Gemkow. Für das Jahr 2013 stellte er der Haniel-Familie bereits wieder eine Dividende in Aussicht.

Der Haniel-Chef will angesichts der Metro-Belastungen die Risiken breiter streuen. Er kündigte den Zukauf mittelständischer Firmen vor allem aus dem Dienstleistungssektor an. "Handel haben wir wahrlich genug", sagte Gemkow. Start-ups kämen wegen hoher Risiken aber nicht infrage.

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Metro- und Celesio-Beteiligungen bestätigt

Weitere Verkäufe stünden hingegen nicht auf der Agenda: Bei den wichtigsten Beteiligungen Metro und dem Pharmagroßhändler Celesio wolle Haniel ein Anker-Investor bleiben. Metro-Chef Olaf Koch setze die richtigen Akzente, etwa beim Umbau des Großhandelsgeschäfts, meinte Gemkow. "Aber wir wissen natürlich auch alle, dass das Management nicht zaubern kann."

Deutschlands größter Handelskonzern, zu dem neben dem Großhandel unter anderem auch die Elektronikketten Media Markt und Saturn gehören, bekommt die Schuldenkrise und hohe Arbeitslosigkeit im Süden Europas zu spüren. Mit Preissenkungen, verbesserten Sortimenten und Online-Offensive will die Metro AG ihre Geschäfte ankurbeln.

Operatives Ergebnis legte zu

Operativ verbesserte sich das Ergebnis von Haniel 2012 von 400 auf 496 Millionen Euro. Der Umsatz blieb mit 26,3 Milliarden Euro stabil. Im Jahr 2007 hatte Haniel seinen Metro-Anteil von damals 18 auf 34 Prozent aufgestockt und sich dafür mit rund drei Milliarden Euro verschuldet. Die Hoffnung, dass sich das Großinvestment durch den anschließenden Verkauf von Unternehmensteilen finanziell rechnen würde, erfüllte sich nicht.

Im Jahr 2007, als Haniel den Metro-Anteil deutlich erhöhte, lag der Aktienkurs zeitweise über 60 Euro. Aktuell notieren die Stammaktien des Handelskonzerns, der 2012 wegen der schwachen Kursentwicklung aus dem Leitindex DAX in den MDAX abstieg, bei nur noch 22 Euro.

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Metro-Anteil geschrumpft

Trotz des niedrigen Kurses hatte Haniel Anfang Februar seinen Metro-Anteil zum Schuldenabbau von gut 34 auf 30 Prozent reduziert. Bei Celesio wurde die Beteiligung von knapp 55 auf 50 Prozent zurückgefahren. Der Schuldenberg wurde seit 2007 von 3,7 Milliarden Euro auf aktuell zwei Milliarden Euro verkleinert.

Zum Familienunternehmen Haniel, dessen Umsatz 2012 bei 26,3 Milliarden Euro stagnierte, gehören außerdem der Rohstoffrecycler ELG, der Büroausstatter Takkt sowie der Waschraumhygiene-Spezialist CWSboco. Haniel hatte 2011 noch einen Gewinn von 236 Millionen Euro erzielt.

08.04.2013, 15:14 Uhr | dpa-AFX, t-online.de, dpa

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