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Golf, Auto, Immobilien - Interessante Firmen-Anleihen

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Unternehmensanleihen: Golf - über Eisenach aufs Grün

29.03.2012, 17:22 Uhr | Der Aktionär, Der Aktionär

Golf, Auto, Immobilien - Interessante Firmen-Anleihen. Attraktive Rendite mit Golf (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Attraktive Firmenanleihe im Golf-Sektor (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit Golfino und Mitec Automotive betreten zwei neue, attraktive Kandidaten den Anleihemarkt. Anleger haben die Qual der Wahl.

Golf als Passion

Es war nicht etwa auf einem Golfplatz in Deutschland oder Spanien, wo Bernd Kirsten seine Liebe zum Sport entdeckt hat, sondern in England. Ausgerechnet in England. Steht das Land doch eher für Fußball oder Rugby. Zwölf Jahre jung war Kirsten, als es seinen Vater beruflich auf die Insel verschlug.

Gleich neben dem Wohnhaus lag ein Golfplatz. 25 Jahre ist das mittlerweile her. Doch die Liebe zum Golfsport ist geblieben, sie ist sogar weiter gewachsen. Sie wurde so groß, dass Bernd Kirsten die Firma Golfino gründete.

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Golfino bietet alles für das Green

Im Lauf der Zeit ist das Unternehmen zu einer echten Größe im Golfsport aufgestiegen. Golfino stellt unter anderem Polo- sowie T-Shirts, Hosen und Jacken für Golfer her. Preislich befindet es sich auf Augenhöhe mit Markennamen wie Hugo Boss oder Lacoste. In Zukunft hat Golfino die eigene Produktion von Golfschuhen im Fokus. "Qualität steht bei uns über allem. Bei Schlägern gibt es einen hohen Entwicklungsaufwand. Hier gibt es große globale Marken. Das heißt: wir könnten hier niemals aufholen. Anders dagegen im Segment für Schuhe“, so Kirsten weitsichtig. Der Erfolg gibt dem Unternehmenslenker recht.

"2011 erreichten wir mit 34 Millionen Euro den höchsten Gruppenumsatz der Unternehmensgeschichte. Dies bestätigt, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind", so der Firmengründer. In Deutschland ist das Unternehmen mittlerweile zum Marktführer aufgestiegen. Damit nicht genug: Der Emissionserlös aus der Anleihe soll in die Expansion fließen. Kirsten will neue Golf-Stores eröffnen und den Onlinehandel ausbauen. Weiterhin soll in naher Zukunft der Schritt Richtung Asien und Nordamerika erfolgen. Kirsten will aber auch andere Zielgruppen erobern.

"Etwa 20 Prozent unserer Kunden kommen nicht aus dem Golfbereich. Diesen Prozentsatz wollen wir in den nächsten Jahren mindestens verdoppeln". Fazit: Interessante, aber mit zwölf Millionen Euro sehr kleine Emission. Kupon mit Drive (WKN: A1M A9E).

Hightech für die Autobranche

Für Mitec-Vorstand Michael Militzer war es eine spannende Zeit – die Treffen mit Unternehmergrößen wie Jürgen Hambrecht von BASF oder Dieter Zetsche von Daimler. Sie alle waren Mitglied des Beraterkreises "Innovation und Wachstum" von Kanzlerin Angela Merkel. Bis zu sieben Stunden dauerten die Sitzungen. "Jeder hat sich eingebracht", so Militzer. Gleichzeitig führte Militzer den Automobilzuliefer Mitec. Und das tut er bis heute überaus erfolgreich.

"Wir sorgen dafür, dass Motoren hochtourig laufen können, ohne allzu große Vibrationen und Geräusche", so Militzer. Dazu zählen zum Beispiel Zahnräder für die Antriebstechnik oder regelbare Ölpumpen. Damit agiert der Automobilzulieferer nicht im Massenmarkt, sondern hat sich eine lukrative Nische geschaffen. Als Kunden hat er im Laufe der Zeit die Creme de la Creme der Autohersteller für sich gewonnen.

Im Jahr 1991 kurz nach der Wende in Eisenach gegründet, hat Mitec die Umsätze im Jahr 2011 bis auf 143 Millionen Euro ausgebaut. Der Jahresüberschuss betrug rund vier Millionen Euro. Rund 50 Millionen Euro will die Firma mit der Unternehmensanleihe einsammeln (WKN: A1K ONJ). Damit soll das weitere Wachstum, auch mithilfe diverser Zukäufe, vorangetrieben werden. Ein Teil wird auch in die Forschungs- und Entwicklungsabteilung gesteckt. "Den Trend zu sparsameren und abgasärmeren Autos haben wir im Blick, wir sind gut gerüstet“, so Militzer entspannt. Fazit: Solider, gut geführter Autozulieferer.

Immobilien-Chancen mit Eyemaxx

Nachdem Eyemaxx bereits Ende Juli 2011 rund 25 Millionen Euro via Anleihe eingesammelt hat, folgt nur acht Monate später der zweite Streich. Mit der Ausgabe der zweiten Anleihe bekommt Eyemaxx weitere 15 Millionen Euro. Diese sollen in das Kerngeschäft fließen, nämlich in die Entwicklung und den Betrieb von Fachmarktzentren in Osteuropa.

Das Geschäft ist grundsolide. In den letzten fünf Jahren hat Eyemaxx Projekte im Volumen von rund 200 Millionen Euro entwickelt und realisiert. Dabei arbeitete man in der Vergangenheit stets profitabel. Fazit: Sehr hoher Kupon. Einziges Manko: Eyemaxx konzentriert sich vordergründig auf den chancen-, aber auch risikoreichen osteuropäischen Immobilienmarkt. (WKN: A1M LWH)

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