22.03.2013, 18:30 Uhr | dpa-AFX
FRANKFURT (dpa-AFX) - Trotz der kritischen Situation im pleitebedrohten Zypern haben deutsche Staatsanleihen am Freitag leichte Verluste verzeichnet. Anleger setzten auf eine Rettung in letzter Minute, hieß es aus dem Handel. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future <FGBL032013F.DTB> sank bis zum frühen Abend um 0,08 Prozent auf 144,34 Punkte. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag bei 1,378 Prozent.
Beim zyprischen Rettungspoker ist nach wie vor kein Ende absehbar. Am Nachmittag hieß es jedoch aus Kreisen der zyprischen Regierungspartei, man sei nah an einer Lösung, die für die internationalen Kreditgeber akzeptabel sei. Darauf scheinen auch die Finanzmärkte fest zu vertrauen - von Nervosität oder gar Panik war zum Wochenausklang nichts zu spüren. Am Abend soll eine Abstimmung im zyprischen Parlament stattfinden.
Der leicht gesunkene Ifo-Geschäftsklimaindex wirkte sich ebenfalls kaum am Anleihemarkt aus. Der wichtigste Frühindikator für die deutsche Wirtschaft war im März erstmals in fünf Monaten wieder gesunken. Volkswirte erwarten jedoch weiterhin eine Konjunkturerholung in Deutschland.
Quelle: dpa-AFX
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