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US-Zentralbank-Chef Ben Bernanke kündigt Kurswechsel an

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US-Notenbank plant Ende der Anleihenkäufe

20.06.2013, 11:29 Uhr | dpa, AP/dpa

Späterer Ausstieg aus Anleihenkäufen? US-Notenbank-Chef Ben Bernanke (Quelle: AP/dpa)

Späterer Ausstieg aus Anleihenkäufen? US-Notenbank-Chef Ben Bernanke (Quelle: AP/dpa)

Die amerikanische Notenbank Fed wird unter bestimmten Voraussetzungen ihren geldpolitischen Kurs noch in diesem Jahr ändern. Der Fed-Vorsitzende Ben Bernanke sagte in Washington, die Zentralbank werde ihr Programm zum Aufkauf von Staatsanleihen zurückfahren, wenn die Wirtschaft sich weiter stabilisiere. Diese werde in "maßvollen Schritten" geschehen. Bis Mitte kommenden Jahres könnte das Programm dann enden. Die Arbeitslosigkeit in den USA könnte dann bei 7 Prozent liegen. Zur Zeit sind es 7,6 Prozent.

Zur Zeit kauft die Fed monatlich Staatsanleihen für 85 Milliarden Dollar auf. Das hat zu sehr niedrigen Zinsen geführt, die den US-Immobilienmarkt wieder auf die Beine geholfen, die Aktienmärkte auf Rekordhöhen getrieben und vielen Amerikanern Verluste ausgeglichen haben, die die Rezession verursacht hatte. Fährt die Fed die Anleihenkäufe zurück, werden beispielsweise Mieten, Verbraucher- und Geschäftskredite teurer.

US-Notenbank will Investitionspolitik fortsetzen

Bernanke betonte, dass die Fed ihre Investitionspolitik fortsetzen werde, was auch nach dem Ende des Anleihenprogramms die langfristigen Zinsen niedrig halten sollte. Die geplante Rückführung des Anleihenprogramms verglich er mit einem Autofahrer, der den Fuß vom Gas nimmt, anstatt auf die Bremse zu treten.

Nach Bernankes Rede veröffentlichte die Fed einen Ausblick auf die Entwicklung der Arbeitslosigkeit, der günstiger war als die Zahlen, auf die sich der Fed-Chef in seiner Pressekonferenz bezog. Die Fed erwartete, dass die Arbeitslosigkeit in den USA bis Ende des Jahres auf 7,2 oder 7,3 Prozent zurück geht. Bis Ende 2014 werde sie noch zwischen 6,5 und 6,8 Prozent liegen und damit niedriger als in der März-Projektion, in der von 6,7 bis 7,0 Prozent ausgegangen wurde.

Zins für Staatsanleihen steigt

Die Wall Street reagierte mit einer klaren Abwärtsbewegung auf die geldpolitischen Entscheidungen. Der Dow Jones Industrial schloss mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 15.112 Punkten und damit auf seinem Tagestief. Kurz vor den Fed-Nachrichten hatte er nahezu unverändert notiert. Der Zins für zehnjährige Staatsanleihen stieg von 2,2 auf 2,3 Prozent.

20.06.2013, 11:29 Uhr | dpa, AP/dpa

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