28.06.2013, 10:30 Uhr | Der Aktionär
Erich Sixt hat noch keine Lust aufs Rentnerdasein. Aus eigener Kraft will der Autovermieter die europäische Konkurrenz einholen. Mutige Anleger setzen auf einen Sixt-Turbo.
Angesprochen auf die jüngste Werbekampagne konnte sich Erich Sixt, Chef des gleichnamigen Autovermieters, ein Schmunzeln nicht verkneifen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte mit ihrer Aussage "Das Internet ist für uns alle Neuland" nicht nur für Spott gesorgt, sondern der Werbeagentur von Sixt auch eine Steilvorlage geliefert.
Auf der Hauptversammlung in München richtete der 68-Jährige ferner eine Kampfansage an die europäische Konkurrenz. Sixt wolle die großen drei, Europcar, Avis und Hertz, durch Wachstum aus eigener Kraft einholen, also ohne Akquisitionen. "Das Abenteuer habe ich nie gewagt und werde es auch in Zukunft nicht tun", sagte der Konzernchef den Aktionären.
Dazu soll vor allem die Internationalisierung vorangetrieben werden. Allein im europäischen Ausland hat Sixt im letzten Jahr 41 neue Stationen eröffnet. Zudem wurde das US-Geschäft ausgebaut, wobei das Ziel ist, dort 2014 die Gewinnschwelle zu erreichen.
Im laufenden Jahr rechnet Sixt wegen der schwierigen Lage in vielen europäischen Ländern mit Bremsspuren. Gewinn und Umsatz dürften im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgehen. Im Anschluss daran dürfen die Aktionäre aber wieder mit einem deutlichen Aufschwung rechnen.
Davon ist auch Analyst Jesko Mayer-Wegelin von HSBC Trinkaus überzeugt. 2013 sei zwar wegen diverser Wachstumsprojekte noch ein Übergangsjahr, die Unternehmensprognosen für 2016 würden für 2014 und 2015 aber ein starkes Wachstum implizieren. Im historischen Vergleich sei die Aktie deshalb zu niedrig bewertet, begründete der Analyst seine "Overweight"-Empfehlung mit Kursziel 21 Euro.
Marc-Rene Tonn von Warburg Research fügt hinzu, dass angesichts der robusten Eigenkapitalquote die aktionärsfreundliche Dividendenpolitik fortgesetzt werden dürfte. Zwar hat der Konzern erst jetzt 1,00 Euro je Stammaktie ausgeschüttet, doch könne sich der Analyst auch Aktienrückkäufe vorstellen. Die Genehmigung hat Sixt.
Sixt schafft gerade die Basis für ein nachhaltiges Wachstum. Da dies belohnt werden dürfte, bietet sich der Turbo als spekulative Depotbeimischung an. (ISIN: DE000DZ80WY2)
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