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Devisenreserven: Schwellenländer wollen Euro nicht mehr

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Devisenreserven  

Schwellenländer steigen aus dem Euro aus

01.04.2013, 19:29 Uhr | Spiegel Online

Devisenreserven: Schwellenländer wollen Euro nicht mehr . Devisenreserven: Die Schuldenkrise in Europa hat das Euro-Image ramponiert  (Quelle: imago)

Die Schuldenkrise in Europa hat das Euro-Image ramponiert (Quelle: imago)

Die Zentralbanken der Schwellenländer flüchten aus dem Euro. Im vergangenen Jahr kürzten die Entwicklungsstaaten den Anteil der Gemeinschaftswährung an ihren Devisen um acht Prozent. Der Dollar bleibt damit unangefochten weltweite Referenzwährung.

Die Euro-Krise hinterlässt auch in den Devisenreserven der Entwicklungsländer ihre Spuren. Im Jahr 2012 verkauften die Zentralbanken der Schwellenländer nach Angaben des Internationalen Währungsfonds insgesamt 45 Milliarden Euro, berichtet die "Financial Times". Dies bedeutet einen Rückgang von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

US-Dollar bleibt Referenzwährung

Damit schwinden die Aussichten für den Euro, dem US-Dollar Konkurrenz als weltweite Referenzwährung zu machen. "Er wird die Nummer zwei unter den internationalen Währungen, aber ich sehe überhaupt keine Chance, die Stellung des Dollars herauszufordern", sagte Jeffrey Frankel, Wirtschaftsprofessor an der Harvard University, der "Financial Times".

Die weltweit wichtigsten Währungen

Die Auswahl ihrer Devisenreserven liefert einen deutlichen Hinweis dafür, welche Währungen die Entwicklungsländer als besonders stabil und sicher erachten. Während der Anteil des Dollars in den Portfolios seit Jahren relativ konstant bei etwa 60 Prozent liegt, fiel der Euro-Anteil im vergangenen Jahr mit 24 Prozent auf den niedrigsten Stand seit 2002. Laut der "Financial Times" griffen die Schwellenländer stattdessen auf andere Währungen wie den Australischen Dollar zurück.

Zweifel an der Wertstabilität

Auch die Währungen anderer Entwicklungsländer werden zunehmend attraktiv. So unterzeichneten China und Brasilien erst in der vergangenen Woche ein Abkommen, mit dem sich beide Staaten zusichern, im Fall von Turbulenzen auf den Finanzmärkten gegenseitig bis zu 30 Milliarden US-Dollar in der Währung des jeweils anderen Landes zu leihen. Damit könnten Peking und Brasília sowohl den Euro als auch die amerikanische Währung umgehen.

Euro verliert an Attraktivität

Währungsreserven müssen wertstabil sein und im Krisenfall leicht verkäuflich sein. Die Zweifel an der Kreditwürdigkeit großer Euro-Staaten wie Spanien und Italien lasse jedoch manche Zentralbank daran zweifeln, dass die europäische Gemeinschaftswährung diese Kriterien noch erfüllt. Erst mit weiteren Schritten hin zu einer Fiskalunion und zur Einführung gemeinsamer Bonds könne der Euro wieder an Attraktivität gewinnen, so Ökonom Frankel.

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