
19.04.2012, 14:56 Uhr | Der Aktionär, Der Aktionär
Chinas Wachstumsmotor stottert. Das Potenzial des Landes wird laut Allianz Global Investors aber unterschätzt.
Die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft ist ins Stocken geraten. Chinas Wirtschaftswachstum hat sich im ersten Quartal auf 8,1 Prozent verlangsamt. Das war der geringste Anstieg seit fast drei Jahren. Vor zwei Wochen hatte die chinesische Regierung noch mit einem Wachstum von 8,4 Prozent gerechnet. Auch die Wachstumsprognose der Weltbank von 8,2 Prozent wurde unterschritten.
"Wir glauben, dass die Wirtschaft in der Zukunft ein mäßiges und beständiges Wachstum aufrechterhalten kann, weil sich die wirtschaftlichen Fundamentaldaten nicht verändert haben", versuchte der Sprecher des chinesischen Statistikamtes, Shen Laiyun, dennoch Zuversicht zu verbreiten.
Auch Weltbank-Chef Ardo Hansson sieht keinen Grund zur Beunruhigung. Die Risiken einer Überhitzung seien gesunken und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt werde wohl eine weiche Landung erleben. Auch die Aktienmärkte zeigten sich von den Zahlen wenig beeindruckt. Der Leitindex Hang Seng legte nach Bekanntgabe der Zahlen kräftig zu.
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Die Experten von Allianz Global Investors sind zuversichtlich, dass der chinesische Aktienmarkt weiter steigen wird. In China würden zwei wichtige Entwicklungen unterschätzt. Zum einen entwickle sich der private Konsum solide. Zum anderen sei es lediglich ein Luxusproblem, dass die Regierung die Wachstumsdynamik moderieren muss, um die Inflation einzudämmen. Ein Risikofaktor bleibe der Immobilienmarkt.
Dort seien die Preise zugegebenermaßen unverändert rückläufig. Doch auch das komme nicht ganz unerwünscht, schließlich müsse einer Immobilienblase vorgebeugt werden.
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In der Tat ist selbst das Wachstum von 8,1 Prozent immer noch beträchtlich. Im vierten Quartal 2011 ist das Bruttoinlandsprodukt der 20 wichtigsten Wirtschaftsländer der Welt im Schnitt nur um 0,7 Prozent gewachsen. Im globalen Vergleich ist die chinesische Wirtschaft damit weiterhin ein Lichtblick.
"Der Aktionär" setzt vor dem Hintergrund der unverändert guten Wachstumsaussichten für die chinesische Wirtschaft weiter auf den Fidelity China Focus (WKN: A0M94A). Das seit der Aufnahme aufgebaute Minus von 13,9 Prozent dürfte in den kommenden Wochen spürbar reduziert werden.
Quelle: Der Aktionär, Der Aktionär
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