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Presse: EU will Geldmarktfonds nicht so stark anketten

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Crash-Angst

Presse: EU will Geldmarktfonds nicht so stark anketten

04.09.2013, 11:49 Uhr | dpa-AFX

Sparer und Anleger sind in der Schuldenkrise in Geldmarktfonds geflüchtet (Quelle: imago)

Sparer und Anleger sind in der Schuldenkrise in Geldmarktfonds geflüchtet (Quelle: imago)

Rückzieher in Brüssel: Die Europäische Kommission will Geldmarktfonds einem Pressebericht zufolge nicht so stark an die Kette legen wie von internationalen Aufsehern gewünscht. Das gelte jedenfalls für solche Fonds, die Investoren einen festen Rückkaufwert versprechen.

EZB forderte Verbot

Für diese will EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier einen Eigenkapitalpuffer von drei Prozent vorschlagen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf einen Verordnungsentwurf.

EU-Kommissar Barnier will nun seine Vorschläge für eine Regulierung von sogenannten Schattenbanken und Geldmarktfonds vorstellen. Der Finanzstabilitätsrat (FSB) der internationalen Bankaufseher und ein bei der Europäischen Zentralbank (EZB) angesiedelter Expertenstab hatten ein Verbot von Geldmarktfonds mit fester Rückzahlung gefordert.

Angst vor Ansturm

Vor diesem Schritt schreckt Barnier aus Angst vor den wirtschaftlichen Folgen offenbar zurück. Geldmarktfonds "spielen eine zentrale Rolle in der kurzfristigen Finanzierung von Banken, Unternehmen und Regierungen", zitiert das "Handelsblatt" aus Barniers Entwurf. Ein Massenansturm der Anleger auf Geldmarktfonds könne deshalb "breitere makroökonomische Konsequenzen haben".

Der EU-Politiker hat vielleicht noch den Sommer 2011 in Erinnerung. Damals hatten vor allem US-Geldmarktfonds massenhaft Gelder aus Europa abgezogen. Davon waren vor allem französische Banken betroffen. Am Markt kamen damals Zweifel an der Stabilität der Finanzinstitute und des gesamten Sektors auf. Die Aktienkurse der französischen Großbanken fielen damals an manchen Tagen in zweistelliger Prozenthöhe.

Neben den hohen Schulden einiger Südstaaten der Eurozone wie Italien, Griechenland oder Spanien war dies eines der größten Probleme im europäischen Krisensommer von 2011.

04.09.2013, 11:49 Uhr | dpa-AFX

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