20.11.2012, 17:49 Uhr | dpa-AFX
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben ihre kräftige Gewinne vom Vortag am Dienstag zum Teil wieder eingebüßt. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Januar-Lieferung 110,43 US-Dollar. Das waren 1,22 Dollar weniger als am Vortag. Das Fass der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) verbilligte sich um 1,56 Dollar auf 87,75 Dollar.
Die jüngste Zuspitzung im Nahostkonflikt hatte die Ölpreise zum Wochenauftakt in die Höhe getrieben. Zudem profitierte der Markt von einem geschwächten Dollar und steigenden Aktienkursen. Sowohl Brent als auch WTI erreichten neue Monatshochs, von denen sie sich am Dienstag leicht entfernten. Nach Einschätzung der Commerzbank-Analysten dürfte die kritische Lage in Gaza die Ölpreise aber weiter stützen.
Zwar werde im unmittelbaren Krisengebiet kein Öl gefördert, schreiben die Experten. "Allerdings könnten die Ölförderländer der Region bei einer weiteren Eskalation in den Konflikt hineingezogen werden, was eine Risikoprämie auf den Ölpreis rechtfertigt."
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist deutlich gestiegen. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Dienstag kostete ein Barrel am Montag im Durchschnitt 108,76 Dollar. Das waren 1,72 Dollar mehr als am Freitag. Die Opec berechnet ihren Korbpreis täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells.
Quelle: dpa-AFX
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