05.04.2013, 15:06 Uhr | dpa-AFX, t-online.de
Der ungewöhnlich kühle Frühling zwingt nach Angaben der Energiehändler viele Haushalte dazu, Heizöl nachzuordern. Überproportional viele Menschen bräuchten derzeit kurzfristig Öl, sagte der Geschäftsführer des Verbandes für Energiehandel Südwest-Mitte (VEH), Hans-Jürgen Funke. Er schätzt, dass wegen der Kälte im ersten Jahresviertel rund zehn Prozent mehr Heizöl in den Haushalten benötigt wurden. Auch wenn im April sonst die Vorräte kaum noch einmal aufgefüllt werden: Funkes Ansicht nach kann sich jetzt der Kauf größerer Mengen lohnen.
"Der Handel hat gut zu tun", sagte Funke, dessen Verband rund 560 Energiehändler in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Hessen, Baden-Württemberg und Thüringen vertritt. Viele Menschen schwenkten demnach beim Kauf von Heizöl in den vergangenen Jahren auf eine neue Bestellweise um: Sie füllten nicht mehr den ganzen Tank auf, sondern kauften Teilmengen.
Gründe dafür wären die Kosten sowie die Hoffnung auf sinkende Heizölpreise, sagte Funke. Bei den anhaltenden winterlichen Temperaturen sei in vielen Haushalten der Plan aber nicht aufgegangen - und es müsse nachbestellt werden. Die meisten Menschen füllten zwischen 500 und 1000 Liter auf.
Die Händler bemühten sich, rasch zu liefern. Es könne aber sein, dass mancher Verbraucher ein bis zwei Tage auf den Heizöllaster warten müsse, sagte Funke. "Es gibt viele Anfragen." Wer jetzt nachtanke, sollte darüber nachdenken, ob er gleich eine größere Menge bestelle. Bei einer Abnahme von 3000 Litern kostet ein Liter derzeit zwischen 88 und 90 Cent. Das seien sechs bis sieben Cent weniger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres, sagte der Geschäftsführer.
Wer im März Heizöl kaufen musste, konnte bereits von günstigen Preisen profitieren. Die Preise sanken nach Angaben des Statistischen Bundesamts um jeweils mehr als fünf Prozent. Mietern und Hausbesitzern half vor allem der Rohölpreis, der seit Mitte Februar auf dem Rückzug war.
Deutschland hatte den kältesten März seit Jahrzehnten erlebt - in manchen Regionen sogar den kältesten seit 130 Jahren, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet hatte. Unter dem Strich war es nach den DWD-Berechnungen 3,3 Grad kälter als im langjährigen Mittel der Jahre 1961 bis 1990.
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