Startseite
Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Energie >

"Riffgat": Nordsee-Windpark vor Borkum wird mit Diesel betrieben

...

Ökostrom-Irrsinn

Dieser Nordsee-Windpark wird mit Diesel betrieben

09.08.2013, 15:52 Uhr | t-online.de

Windpark "Riffgat" wird mit Dieselkraftstoff betrieben.  (Quelle: EWE)

Windpark "Riffgat" wird mit Dieselkraftstoff betrieben. (Quelle: EWE)

Eigentlich sollen Windräder sauberen Ökostrom liefern, um den Ölverbrauch zu senken. Doch im Nordsee-Windpark "Riffgat", 15 Kilometer vor Borkum, verhält sich das ein wenig anders. Die dort aufgestellte Anlage wird nicht vom Wind betrieben, sondern von Dieselkraftsoff. Der Grund dafür ist, dass die 30 Windräder derzeit noch stillstehen, da sie sich noch gar nicht drehen dürfen. Weil die Motoren, die den Wind in Energie umwandeln sollen, bei Stillstand durch die salzige Seeluft aber verrosten würden, hält sie ein Dieselgenerator auf Trab. Der Verbrauch dafür beläuft sich nach Informationen von "Bild" auf rund 22.000 Liter pro Monat.

Einweihung trotz stehender Windräder

Zwar soll der Windpark schon am diesem Samstag eröffnet werden. Sogar Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Landeswirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) haben sich dazu angesagt. Jedoch wird in dem Windpark mit einer Fläche von rund 450 Fußballfeldern voraussichtlich bis Anfang 2014 nicht produziert. Denn auf dem Meeresboden lagern etliche, teils scharfe Fliegerbomben aus dem zweiten Weltkrieg, weshalb die Anlage nicht ans Stromnetz angeschlossen werden konnte.

Munition zuerst entschärfen

Von den benötigten 50 Kilometern Seekabel, die den Park mit dem Festland verbinden sollen, fehlen "Bild" zufolge noch 15 Kilometer. Um die verlegen zu können, muss die Munition auf dem Meeresboden erst mit Spezialbooten entschärft werden. Aber solche Boote seien knapp und auf Monate ausgebucht.

"In keiner Weise nachvollziehbar"

Entsprechend verärgert sind die beiden Politiker, die ihrem Frust über den Missstand dem Bericht nach auch öffentlich Luft machen wollen. Auch der Windparkbetreiber EWE ist genervt. Das, weil der Stromversorger keinen Einfluss darauf hat, wann die Anlage ans Netz geht. EWE-Vorstand Dr. Torsten Köhne macht den Stromnetzbetreiber TenneT für die Verzögerung verantwortlich: "TenneT hat uns mitgeteilt, dass 'Riffgat' erst bis Mitte Februar 2014 angeschlossen wird - für uns in keiner Weise nachvollziehbar", wetterte er laut "Bild".

Verbraucher müssen blechen

Derweil wird klar, wer unter anderem für die entstehenden Extrakosten blechen muss. Zumindest für einen Teil müssen dem Bericht zufolge die Verbraucher aufkommen, und zwar über die sogenannte Offshore-Haftungsumlage für Netzbetreiber im Strompreis.

09.08.2013, 15:52 Uhr | t-online.de

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Diesen Artikel...

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Anzeige
Video des Tages
Helden des Alltags 
Fahrgäste retten Busfahrer vor Übergriff

Diese Männer zeigen Zivilcourage und greifen ein. zum Video

Fotos des Tages
Freche Moderation 
Frivole Zungenakrobatik mit Barbara Schöneberger

Salonfähig, oder nicht? Moderatorin verausgabt sich bei TV-Aufzeichnung. mehr

Strom-Rechner
Tarifvergleich Strom
Strom-Rechner (kWh/Jahr)

Partner-Angebot 
Heizölpreis berechnen

Aktuellen Heizölpreis für Ihren Wohnort berechnen. Rechner

Gas-Rechner
Tarifvergleich Gas
Gas-Rechner (kWh/Jahr)

Ökostrom-Rechner
Tarifvergleich Ökostrom
Ökostrom-Rechner (kWh/Jahr)

Partner-Angebot 
Heizöl-Marktbericht

Aktuelle Informationen über die Lage auf dem Heizölmarkt. Heizöl

Anzeige


Anzeige