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Russland setzt Weißrussland im Kali-Streit unter Druck

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Wirtschaft

Russland setzt Weißrussland im Kali-Streit unter Druck

28.08.2013, 18:42 Uhr | dpa-AFX

 

MOSKAU (dpa-AFX) - Im milliardenschweren Streit um das Geschäft mit Kalisalz will Russland den Bruderstaat Weißrussland offenbar mit Handelseinschränkungen unter Druck setzen. Der staatliche Rohstoffkonzern Transneft kündigte an, die Öllieferungen in das autoritär regierte Nachbarland im September um 400.000 Tonnen und damit um rund ein Viertel zu kürzen. Als offiziellen Grund nannte das Unternehmen am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge Renovierungsarbeiten an den Pipelines.

Das hoch verschuldete Weißrussland ist stark von russischen Rohstofflieferungen abhängig. Der Westen hat die Ex-Sowjetrepublik wegen Menschenrechtsverletzungen mit Sanktionen belegt.

Kommentatoren in Moskau sprachen von einer Reaktion auf die Inhaftierung des Chefs des russischen Bergbaukonzerns Uralkali, in Minsk. Weißrussland wirft Wladislaw Baumgertner vor, der Ex-Sowjetrepublik durch die Auflösung eines Gemeinschaftsunternehmens einen Schaden von 100 Millionen US-Dollar (rund 75 Mio Euro) zugefügt zu haben. Wegen "Amtsmissbrauchs" drohen Baumgertner zehn Jahre Haft. Kalisalz dient vor allem der Herstellung von Düngemitteln.

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Zudem warnte der oberste russische Verbraucherschützer Gennadi Onischtschenko vor Qualitätsmängeln in weißrussischen Milchprodukten. Das deutet nach Ansicht von Experten auf einen drohenden Importstopp hin. Russland ist der wichtigste Markt für die weißrussische Landwirtschaft.

 
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