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Waschmaschine, Trockner oder Herd stehen im Verdacht, den größten Stromverbrauch im Haushalt zu verursachen. Aber das ist eine irrige Annahme. Viel mehr verbrauchen der Computer, die Stereoanlage oder der Fernseher. Das ist das Ergebnis der bundesweiten Studie "Wo im Haushalt bleibt der Strom?" der EnergieAgentur.NRW. Für die Studie wurden die Stromverbrauchsdaten von mehr als 380.000 Haushalten in Deutschland ausgewertet.
Demnach sind die größten Verbraucher Computer samt zugehörigem Bildschirm, Drucker oder WLAN-Gerät, außerdem TV, DVD-Player oder Radio. Warmwasser schlägt ebenfalls zu Buche, falls ein elektrischer Durchlauferhitzer genutzt wird. Gemeinsam mit Kühlen, Beleuchtung und Kochen machen diese Posten knapp 66 Prozent des gesamten Stromverbrauchs aus.
Der PC samt Peripheriegeräten kommt demnach alleine auf 12,9 Prozent. Weitere 11,9 Prozent steuert die Unterhaltungselektronik von TV und Audio bei. Wird das Warmwasser elektrisch erzeugt, macht sich dies mit 27,7 Prozent am gesamten Stromverbrauch bemerkbar - allerdings erzeugen nur rund 38 Prozent der Haushalte ihr warmes Wasser auf diese Weise. Die Umwälzpumpe im Keller beansprucht rund sechs Prozent des Stromverbrauchs für sich.
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Die Untersuchung differenziert die Daten zusätzlich nach der Haushaltsgröße. Singles verbrauchen den Strom demnach anders als Familien. Während allein wohnende Personen weniger Strom für das Kochen (7,9 Prozent) und Trocknen (2,5 Prozent) verbrauchen, gehören diese beiden Anwendungen in Fünf-Personen-Haushalten mit 8,5 und 8,8 Prozent zu den intensiveren Verbrauchern.
Erhoben wurden insgesamt zwölf Verbrauchsfelder, zu denen beispielsweise Umwälzpumpe, Gefrieren und Diverses wie Staubsauger zählen. Die Daten wurden mit Hilfe des "Stromchecks für Haushalte" erhoben, den Verbraucher auf der Homepage der Agentur machen können.
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Bei Computern und Unterhaltungselektronik lässt sich schon mit einfachen Mitteln Strom sparen. So kappt eine schaltbare Steckdosenleiste die gesamte Stromversorgung von Peripheriegeräten wie externen Lautsprechern und Bildschirmen bei PCs. TV- und Audioanlagen verbrauchen auch im Stand-by-Modus Strom. Hier können die Steckdosenleisten mit Schaltern ebenfalls helfen. Bequem sind Master-Slave-Steckdosen: Wird der Hauptverbraucher (Master) ausgeschaltet, werden automatisch auch alle anderen Geräte vom Netz getrennt und erst beim Einschalten wieder versorgt.
Beim Waschen lässt sich Energie über die Wassertemperatur sparen. Kochwäsche mit 95 Grad ist nur in den seltensten Fällen nötig. In der Regel reichen 60 Grad auch für Handtücher, Bett- und Unterwäsche aus. Empfindliche Kleidung kann bei 30 statt 40 Grad erfolgreich gewaschen werden. Je schneller die Waschmaschine schleudert, desto weniger muss anschließend im Trockner verdunstet werden.
Das elektrische Trocknen spart zudem Energie, wenn der Trockner nicht auf Staubtrocken, sondern lediglich auf Schranktrocken oder Bügelfeucht eingestellt wird. Die Restfeuchte der Kleidung verschwindet nach dem Aufhängen im Schrank schnell.
Das Vergleichsportal toptarif.de rechnete vor, dass ein Haushalt 36 Euro Strom im Jahr sparen kann, wenn der Trockner während der vier warmen Monate überhaupt nicht benutzt wird.
Quelle: dpa-tmn, bv, dpa-tmn, t-online.de
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