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Mieterbund fordert mehr Geld für Häusersanierung

25.10.2011, 11:05 Uhr | dapd, dapd

Mieterbund fordert mehr Geld für Häusersanierung. Ein Dachdecker bei der Sanierung einer Mietwohnung (Quelle: imago)

Ein Dachdecker bei der Sanierung einer Mietwohnung (Quelle: imago)

Was als ehrgeiziges Ziel gedacht war, erweist sich immer mehr als Kostenfalle. Mit dem Beschluss des neuen Energiegesetzes sollten auch alte Mietwohnungen saniert werden, um weniger Co2 zu verursachen. Doch nun warnt der Mieterbund, dass die dafür bereitgestellten Mittel nicht ausreichen.

Mieterbund fordert Verdreifachung der Mittel

Der Mieterbund verlangt für die Energiewende mehr staatliche Förderung zur Sanierung von Wohnhäusern. "Mit den 1,5 Milliarden Euro, die im Haushaltsplan 2012 dafür vorgesehen sind, kann das Ziel nicht erreicht werden", sagte Mieterbundspräsident Franz-Georg Rips den "Stuttgarter Nachrichten". "Wir brauchen fünf Milliarden an öffentlicher Förderung." Diese Mittel würden sich durch höhere Steuereinnahmen und zusätzliche Arbeitsplätze selbst finanzieren.

Zu wenig Wohnungen können den "sozialen Frieden" gefährden

Rips forderte, auch den Wohnungsbau stärker zu fördern. In fast allen deutschen Universitätsstädten und wirtschaftsstarken Gebieten gebe es nicht genug bezahlbarem Wohnraum. Dies könne den sozialen Frieden gefährden.

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Mieterbundpräsident sieht Verzug bei altersgerechtem Wohnen

Ein weiteres Problem für den Wohnungsmarkt ist nach Rips' Ansicht die demografische Entwicklung. "Immer mehr Menschen werden immer älter, und sie wollen so lange wir möglich in ihren Wohnungen bleiben", sagte er. Das sei aber nur möglich, wenn es dort möglichst wenig Schwellen, Treppen und sonstige Barrieren gibt. "Ich fürchte, wir tun da in Deutschland noch viel zu wenig", sagte Rips. "Das kostet Milliarden, aber spart auch Milliarden. Denn Heime kosten auch", gab Rips zu bedenken.

 
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