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    Solarworld-Chef: "Man will uns kaputtmachen"

    15.04.2012, 10:30 Uhr | dpa, t-online.de

    Solarworld-Chef: "Man will uns kaputtmachen". Solarworld-Chef Frank Asbeck übt harsche Kritik an der deutschen Energiepolitik (Quelle: dpa)

    Solarworld-Chef Frank Asbeck übt harsche Kritik an der deutschen Energiepolitik (Quelle: dpa)

    Der Chef des Solarkonzerns Solarworld übt harsche Kritik an der deutschen Energiepolitik: Frank Asbeck hat der Bundesregierung vorgeworfen, vor den Energiekonzernen eingeknickt zu sein und mit der Förderkürzung in der Solarbranche Tausende Jobs aufs Spiel zu setzen. "Man will uns kaputtmachen. Unsere Gegner wollen die Solarenergie aufhalten, bevor es zu spät ist", sagte Asbeck der "Süddeutschen Zeitung". Berlin müsse außerdem ein Monopol Chinas auf dem Markt verhindern.

    Die Förderung sinke zusätzlich um 30 bis 50 Prozent, erklärte der Solarworld-Chef. So stark könnten die Unternehmen die Kosten gar nicht mehr senken. Die Politik knicke vor der Energielobby von RWE, E.ON, EnBW und Vattenfall ein.

    "China hat einen Industriekrieg begonnen"

    Asbeck warnte außerdem vor einem drohenden Monopol Chinas auf die Energiequelle der Zukunft. "China hat einen Industriekrieg begonnen. Der Staat hat den Firmen allein 2011 mit mehr als 20 Milliarden Euro geholfen. Mit diesem Geld bieten die Firmen ihre Produkte zu Dumpingpreisen an - teilweise 30 Prozent unter den eigenen Kosten".

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    Ziel Chinas sei es, den Rest der Welt aus dem Markt drängen und ein Monopol auf die Technik zu schaffen. "Peking weiß: Das wäre noch wertvoller, als auf allen Öl- und Gasvorräten der Erde zu sitzen", sagte Asbeck der Zeitung.

    Deutlich höhere Zölle für chinesische Anlagen gefordert

    Der Solarworld-Chef forderte einen fairen Handel. Die US-Regierung habe gerade erste Anti-Dumpingzölle für Anlagen aus China eingeführt. Im Mai könne die Regierung nachlegen und noch deutlich höhere Zölle einführen. "Wir streben ein solches Verfahren auch in Brüssel an und bereiten eine Klage vor", erklärte Asbeck.

    Damit sei jetzt Berlin am Zug: "Wenn Brüssel ein Verfahren gegen unfairen Wettbewerb einleitet, setze ich darauf, dass die Bundesregierung dies unterstützt", so Asbeck.

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