03.05.2012, 17:52 Uhr | t-online.de, AFP
Trotz der Förderkürzungen lohnt sich die Investition in eine Solaranlage auf dem Dach für Haushalte nach wie vor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Ingenieurbüros für neue Energien (IfnE) im Auftrag des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW).
Wer seit dem 1. April dieses Jahres eine Solaranlage neu in Betrieb genommen hat, bekommt nicht mehr für hundert Prozent seines ins Netz eingespeisten Stroms eine Vergütung, sondern - bei kleinen Anlagen - nur noch für 80 Prozent. Das bedeutet für Haushalte faktisch eine Verpflichtung zum Eigenverbrauch, weil eine Vermarktung von Strom für sie zu aufwendig wäre.
Die Einspeisevergütung - der Garantiepreis, zu dem der Staat den Solarstrom 20 Jahre lang abkauft - sinkt zudem in den kommenden Jahren beständig. Somit wird die Eigennutzung des Stroms immer wichtiger, sie wird aber auch aufgrund stetig steigender Preise für Öl und Gas zunehmend attraktiver.
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Laut der Studie des Solarverbands kann ein Vier-Personen-Haushalt bis zu 40 Prozent seines Strombedarfs mithilfe der eigenen Solaranlage decken. Solarthermieanlagen können je nach Gebäudetyp und Anlagengröße zwischen acht und 60 Prozent der benötigten Wärme für Warmwasser und Heizung liefern.
Selbst genutzte Solarenergie kann für den erwähnten Haushalt aktuell ein Sparpotenzial zwischen 220 Euro und 300 Euro pro Jahr erschließen. Bis 2020 kann sich dieser Vorteil auf jährlich 640 Euro bis 990 Euro vergrößern. Im Vergleich zur fossilen Energieerzeugung vermeiden Bewohner von Einfamilienhäusern (Neubau nach EneV 2009) mit Solartechnik zudem jährlich rund vier Tonnen CO2.
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Entscheidend für die bestmögliche Verwertung des eigenen Solarstroms ist auch die Art der Nutzung: So lässt sich ein höherer Deckungsgrad zum Beispiel durch die Anpassung der Betriebszeiten von Waschmaschine, Trockner oder Spülmaschine an die Sonnenstunden erreichen: Wer solche elektrischen Geräte vor allem tagsüber nutzt, kann mehr eigenen Solarstrom verbrauchen. Hinweise für eine passgenaue Abstimmung von Solarstromproduktion und Verbrauch können ein elektronisches Steuerungssystem oder ein "intelligenter Zähler" (Smart Meter) liefern.
Quelle: t-online.de, AFP
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