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Viele Stromkunden zahlen freiwillig zu viel

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Misstrauische Verbraucher

Bericht: Viele Stromkunden zahlen freiwillig zu viel

25.08.2013, 08:45 Uhr | t-online.de, dpa

Viele Deutsche bezahlen unnötigerweise zu viel für ihren Strom (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Deutsche bezahlen unnötigerweise zu viel für ihren Strom (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Strompreise in Deutschland steigen stetig, doch viele Verbraucher bleiben ihrem Grundversorger treu. Knapp 44 Prozent der Privathaushalte beziehen Strom aus der Grundversorgung, obwohl günstigere Tarife angeboten werden, wie die "Wirtschaftswoche" (WiWo) schreibt. "Unsere Umfragen haben ergeben, dass viele Kunden kein Vertrauen in den Markt haben", sagte Energieexperte Holger Krawinkel vom Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dem Magazin. "Sie haben von unseriösen Anbietern gehört und fürchten, dass bei ihnen dann vielleicht das Licht ausgeht."

Grundversorger kaufen billig ein

Das macht sich dem Bericht zufolge im Geldbeutel der Verbraucher bemerkbar: Während bei anderen Anbietern teils ruinöser Wettbewerb herrsche, stiegen im Grundversorgertarif Endpreise und Margen stetig. So habe die Berliner Energie-Beratungsgesellschaft LBD errechnet, dass die Marge der Grundversorgung für einen Durchschnittshaushalt im Juni 2013 bei etwa 128 Euro im Jahr gelegen habe - immerhin 19 Euro mehr als zeitgleich 2012.

Konzerne und Stadtwerke kaufen demnach an der Strombörse günstiger ein, geben die Ersparnis aber nicht weiter.

Anders sehe es laut "WiWo" bei Tarifen aus, mit denen Anbieter um mobile Neukunden werben. Die sind nach VZBV-Schätzung erst nach zwei bis drei Jahren gewinnbringend.

Eigene Stromversorgung beliebt

Eine mögliche Alternative wäre die Selbstversorgung: Einer Umfrage der vzbv zufolge wären sogar 41 Prozent der Befragten am liebsten eigenständige Stromerzeuger, doch nur die wenigsten können sich die Technik leisten. Derzeit produzieren sechs Prozent der Deutschen mit Solaranlagen oder Batteriespeicher ihren eigenen Strom.

25.08.2013, 08:45 Uhr | t-online.de, dpa

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