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Weitergabe von Patientendaten: Scharfe Kritik an DAK

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Weitergabe von Patientendaten: Scharfe Kritik an DAK

27.08.2008, 09:34 Uhr | fre, dpa, T-Online.de

 

Datenschutzbeauftragter: Keine Rechtsgrundlage für Datenweitergabe. (Foto: imago) Datenschutzbeauftragter: Keine Rechtsgrundlage für Datenweitergabe. (Foto: imago)Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Weitergabe vertraulicher Patientendaten der Krankenkasse DAK an eine Privatfirma als illegal kritisiert. Nach einem Bericht des ARD-Magazins "Report Mainz" hat die DAK im Rahmen eines Gesundheitsberatungsprogramms für chronisch Kranke 200.000 Datensätze mit vertraulichen Gesundheitsinformationen an die Privatfirma Healthways übertragen. Laut Schaar gibt es für eine solche Datenweitergabe keine Rechtsgrundlage. Die Firma Healthways kontaktiert im Auftrag der DAK chronisch kranke Patienten.

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Lebenshilfe am Telefon

Die Beratung von 40.000 Patienten aus Bayern und Baden-Württemberg erfolgt dem Bericht zufolge durch einem Call-Center in der Nähe von Berlin. Pfleger und Krankenschwestern, aber keine Ärzte beraten demnach nach per Telefon. Ziel sei es, eine bessere Lebensführung der Krankenkassenmitglieder zu erreichen, um langfristig Klinikeinweisungen zu vermeiden und damit Kosten zu sparen. Die DAK weist laut "Report" den Vorwurf der unautorisierten Weitergabe der Daten zurück. Die Kassenmitglieder hätten ihre Teilnahme schriftlich bestätigt und damit der Nutzung ihrer Daten zur Programmumsetzung zugestimmt.



Healthways widerspricht der DAK

Der Geschäftsführer von Healthways International GmbH, Michael Klein, sagte dagegen dem Magazin, er habe die Daten von der DAK ohne Einverständniserklärung der Patienten bekommen: "Die DAK identifiziert potentielle Kandidaten und stellt diese Kandidaten zur Verfügung. Wir bekommen von Ihnen die Stammdaten, das sind die Adresse, der Name. Wir bekommen von Ihnen Krankenhausdaten, Arzneimitteldaten und die Diagnose." Schaar bezweifelte grundsätzlich am Recht der Kassen, Patienten ohne Einschaltung des behandelnden Arztes in derart umfassende Programme aufzunehmen.

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