29.03.2011, 13:13 Uhr | AFP, AFP, t-online.de
Die steigenden Preise schlagen den deutschen Verbrauchern auf die Einkaufslaune. Die Konjunktur- und Einkommenserwartung sowie die Kauflaune gehen in den kommenden Wochen voraussichtlich leicht zurück, wie das Nürnberger Meinungsforschungsunternehmen GfK mitteilte. Trotzdem befinde sich Stimmung der Verbraucher weiter auf einem guten Niveau - und der private Konsum werde in den kommenden Monaten eine wichtige Rolle spielen.
Im Februar war die Teuerungsrate über die Zwei-Prozent-Marke auf 2,1 Prozent gesprungen. Das habe Inflationsängste unter den Verbrauchern geschürt, die sich in der März-Umfrage zum Konsumklima niederschlügen, teilten die Wissenschaftler mit. Hinzugekommen seien Unsicherheiten aufgrund der Unruhen in Nordafrika und der teuren Energie- und Rohstoffpreise. All das habe dazu beigetragen, dass die Sorgen der Verbraucher die weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklungen in Deutschland überlagerten.
Neben den Konjunkturaussichten erhielt auch die Einkommenserwartung im März einen Dämpfer. Der Untersuchung zufolge ging die Hoffnung auf ein üppiges Plus in der Lohntüte leicht zurück. Gleichzeitig habe auch die Bereitschaft nachgelassen, eine größere Anschaffung zu tätigen. Nach wie vor liege die Konsumneigung der Deutschen aber auf einem guten Niveau.
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Das sei umso bedeutender, da der private Konsum in den kommenden Monaten eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland spielen werde, urteilten die Meinungsforscher. Die Bedeutung der inländischen Verbraucher nehme vor allem dann zu, wenn sich die Exportkraft "aufgrund der steigenden Risiken im internationalen Umfeld" nicht mehr so rasant entwickeln werde, wie Wirtschaftsexperten noch vor einigen Wochen erwarteten hätten.
Trotz der insgesamt gebremsten Euphorie stieg im März der GfK-Gesamtindex zunächst weiter auf sechs Punkte. Für April rechneten die Konsumforscher mit einem Rückgang auf 5,9 Punkte. Damit würde die Verbraucherstimmung aber immer noch über dem Wert von Februar (5,8 Punkte) und damit weiter auf einem vergleichsweise hohen Niveau verharren. Mögliche Auswirkungen der Natur- und Atomkatastrophe in Japan haben den Angaben zufolge in der März-Studie noch keine Berücksichtigung gefunden. Die GfK hatte ihre Umfragen zum Zeitpunkt des Erdbebens bereits abgeschlossen waren, wie das Unternehmen mitteilte.
Quelle: AFP, AFP, t-online.de
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