Startseite
Sie sind hier: Home > Wirtschaft > Specials > Steuern & Recht >

Griechenland-Krise: Griechen bunkern offenbar Geld in der Schweiz

...

Griechenland-Krise

Griechen bunkern offenbar 200 Milliarden Euro in der Schweiz

04.01.2012, 15:46 Uhr | t-online.de - sky, t-online.de

Griechenland-Krise: Griechen bunkern offenbar Geld in der Schweiz. Wieviel Schwarzgeld lagert in Schweizer Tresoren? (Quelle: dapd)

Wieviel Schwarzgeld lagert in Schweizer Tresoren? (Quelle: dapd)

 

Neue Tricksereien in Griechenland: Während Europa den Schuldenstaat vor der Pleite rettet, verdichten sich die Anzeichen, dass die hellenische Oberschicht die Steuerzahler der Geberländer und auch die eigene Regierung an der Nase herumführt. So haben reiche Griechen nach Einschätzung von Experten offenbar 200 Milliarden Euro Schwarzgeld in die Schweiz geschafft.

"200 Milliarden Euro in der Schweiz"

Über 200 Milliarden Euro wurden nach Expertenschätzungen seit Beginn der Krise über die Landesgrenzen in die Schweiz geschafft, schreibt die "Bild"-Zeitung in ihrer Online-Ausgabe. "Allein in den vergangenen Monaten sind mehr als zehn Milliarden ins Ausland geflossen", schätzt demnach der Bankenexperte Markus Krall von Roland Berger.

Krall ist Senior Partner bei der Unternehmensberatung Roland Berger und berät laut Bild.de die griechische Regierung. Demnach fordert er im Gegenzug für neue Hilfsgelder die weitgehende Aufgabe der Souveränität. Eine Anfrage von t-online.de blieb zuletzt unbeantwortet.

Kfz-Versicherung 
Jetzt Autokosten senken

Wann der Wechsel der Kfz-Versicherung lohnt. mehr

Angst vor Drachme und Banken-Crash

Und weiter heißt es bei Bild.de: Reiche Griechen hätten Angst vor der Wiedereinführung der Drachme, die den Wert der Euro–Vermögen auf griechischen Konten auf einen Schlag halbieren könnte. Laut "Bild" wandert das griechische Schwarzgeld meist über Zypern in die Schweiz.​ Griechische Industrielle nutzten ihre ausländischen Gesellschaften, um Vermögen dort zu parken.

In dem Bericht heißt es unter Berufung auf griechische Zeitungen weiter, dass selbst Nonnen, Priester und Arbeitslose am Flughafen mit Koffern voller Euro erwischt worden seien.

Die Kapitalflucht bringt mittlerweile die hellenischen Banken ins Taumeln. Nach "Bild"-Informationen haben griechische Bankenchefs die Regierung bereits vor einem zunehmenden Kapitalabfluss gewarnt. Es sei nicht klar, wie lange die Kreditinstitute das noch durchhalten könnten. In einem dem Blatt vorliegenden internen Gutachten warnen griechische Regierungsberater vor einem Ansturm auf die Banken. Darin heißt es: "Bei einem Zahlungsausfall müssten Geldautomaten gesperrt, eine Kapitalkontrolle eingeführt werden."

Neues Steuerabkommen soll Hinterzieher stoppen

Derweil soll ein neues Abkommen mit der Schweiz helfen, den Etat des klammen Mittelmeerstaats zu sanieren, wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) in ihrer Online-Ausgabe berichtet. "Die Schweiz hat sich bereit erklärt, Gespräche mit Griechenland über ein ähnliches Steuerabkommen wie mit Deutschland aufzunehmen", sagte Horst Reichenbach, Chef der EU-Griechenland-Taskforce, im "FTD"-Interview.

Anzeige 
Jobs in der Bankenbranche

Jetzt als Filialleiter, Kundenberater, Buchhalter oder Trainee in der Bankenbranche... Jobsuche starten

Bei gutem Verlauf der Verhandlungen könne das Abkommen am 1. Januar 2013 in Kraft treten. Ein Sprecher des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF) hat diesen Kontakt laut "FTD" bestätigt. Allerdings habe die Regierung in Bern noch keine Entscheidung getroffen, ob sie Verhandlungen aufnehme.

Die Bundesregierung und die Schweiz haben jüngst einen entsprechenden Steuer-Vertrag unterzeichnet. Er sieht vor, dass Schweizer Banken von 2013 an auf die Kapitalerträge deutscher Kunden eine Abgeltungsteuer von etwa 26 Prozent abführen. Hinzu kommt eine Steuer auf die Vermögenszuwächse der vergangenen zehn Jahre, die zwischen 19 und 34 Prozent betragen soll. Im Gegenzug verzichtet Deutschland auf Strafverfolgung - sowohl von Steuerflüchtigen als auch von Banken, die Beihilfe geleistet haben.

Einfach erklärt
Grafiken erläutern die Schuldenkrise

Milliarden fließen aus Hellas ab

Auch die "FTD" beruft sich auf nicht näher definierte Experten-Schätzungen über bis zu 200 Milliarden griechische Euro in der Schweiz, ein großer Teil davon soll Schwarzgeld sein. Nach Statistiken der griechischen Zentralbank seien seit Anfang 2010 mindestens 46 Milliarden Dollar abgeflossen. Experten setzten den tatsächlichen Wert aber mit bis zu 120 Milliarden Dollar weitaus höher an. Dieses Geld fehle nun den griechischen Banken, die kaum noch Kredite vergeben könnten.

 
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Nachricht
Nachrichten
Griechenland droht der totale Stillstand
Griechenland droht der totale Stillstand. (Screenshot: ap)

Generalstreik aus Protest gegen das Sparprogramm. zum Video

Anzeige
Video des Tages
Schockmoment 
Plötzlich reißt beim Bungee-Sprung das Seil

Diese Situation ist wohl die Horrorvorstellung eines jeden Adrenalin-Junkies. Video

Telekom präsentiert 
Endlich: Das neue iPhone 6

Größer, leistungsstärker, besser - die neue iPhone Generation mit HD-Display. Jetzt vorbestellen

Kein alltäglicher Anblick 
Mehr als nur Schall und Rauch

Südkoreas Militär gedenkt auf dieser Weise einem historischen Ereignis . mehr

Strom-Rechner
Strompreisvergleich

Finden Sie günstige Stromanbieter!

Anzahl Personen im Haushalt

Anzeige

Anzeige


Anzeige