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    Auskunftsrecht bei Schufa & Co. nutzen

    03.05.2012, 15:43 Uhr | dpa, dpa-tmn

    Auskunftsrecht bei Schufa & Co. nutzen. Jeder Bürger darf seine Daten bei der Schufa abfragen (Quelle: dpa)

    Jeder Bürger darf seine Daten bei der Schufa abfragen (Quelle: dpa)

    Verbraucher nutzen ihr Auskunftsrecht bei Schufa und Co. nach Ansicht von Experten viel zu selten. Denn jeder Bürger darf einmal im Jahr seine Daten kostenlos abfragen: "Von diesem Recht sollte jeder auch Gebrauch machen", empfiehlt Frank Lackmann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. In unserer Übersicht erfahren Sie, was die Schufa alles über Sie weiß.

    Höhere Kosten für Kredite oder Vorkasse

    Sind erst mal falsche Daten erfasst, kann dies eine Herabsetzung der Kreditwürdigkeit zur Folge haben. Dies ist vergleichbar einer Herabsetzung der Bonität Ländern durch eine Rating-Agentur. Wer sich dann etwa einen Kredit besorgen möchte, muss dafür höhere Zinsen zahlen. Beim Versandhandel kann es vorkommen, dass Verkäufer nur noch gegen Vorkasse ihre Waren versenden.

    Dabei speichert die Schufa neben Angaben wie Name, Geburtsdatum und Anschrift auch Daten zu Bankkonten, Kreditkarten, Krediten oder Bürgschaften. Zusätzlich sammelt das Unternehmen zudem Informationen über Leasingverträge, Verträge bei Telekommunikationsanbietern oder Kundenkonten beim Handel. Daneben werten Auskunfteien Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte aus und erfassen private Insolvenzverfahren. Die Daten werden regelmäßig aktualisiert, da einige Angaben nach vorgegebenen Zeiträumen gelöscht werden müssen.

    Auskünfte oftmals unkompliziert

    "Aus den Daten wird ein Scorewert ermittelt", erklärt Lackmann. Der Score soll die Wahrscheinlichkeit zeigen, wie verlässlich ein Kunde einen Kredit zurückzahlen wird. Doch nicht immer sind die gespeicherten Daten bei den Auskunfteien aktuell. "Es kommt vor, dass etwa ein altes, längst aufgelöstes Konto nach wie vor geführt wird", sagt Lackmann. Mitunter komme es auch vor, dass Forderungen erfasst werden, denen der Kunde widersprochen hat. "Eine solche Forderung darf aber eigentlich nicht vermerkt werden."

    Daher sollten Kunden regelmäßig prüfen, ob ihre Daten auf dem aktuellen Stand sind. "Das geht in der Regel unkompliziert, indem man sich schriftlich an die jeweilige Auskunftei wendet", erklärt Lackmann. Bei fehlerhaften Daten sollten Verbraucher ebenfalls schriftlich um eine Korrektur bitten. Anfragen sollten Kunden wenigstens an die Schufa, Creditreform und Bürgel richten, so der Experte. Da diese zu den größeren Unternehmen in diesem Bereich gehörten, bekämen Kunden einen recht umfassenden Überblick über ihre gespeicherten Daten.

    ratgeber.t-online.de: Schufa-Score: Welche Faktoren beeinflussen den Wert?

    Online Zugang kostet einmalig 18,50 Euro

    Die Auskünfte gibt es auf schriftlichen Antrag oder online. Auf der Webseite der Schufa, www.meineschufa.de (Bestellformular: Datenübersicht nach § 34 Bundesdatenschutzgesetz), können nach der Registrierung Aufträge direkt online abgegeben werden. Für die schriftliche Auskunft steht ein Formular zum Herunterladen bereit. Korrekturwünsche lohnen sich beispielsweise, wenn noch Kreditkarten eingetragen sind, die man bereits zurückgegeben hat. Zu viele Kreditkarten können sich bei Kreditwünschen negativ auswirken. Auch Kundenkarten beispielsweise von Einzelhändlern werden eingetragen, wenn man damit bargeldlos auf Monatsrechnung einkaufen kann.

    Bei der Abfrage ist allerdings Vorsicht geboten, denn kostenlos ist nur die Datenübersicht, die Bonitäts-Auskunft kostet 18,50 Euro. Wer einen unbefristeten Online-Zugang nutzen will, zahlt einmalig 18,50 Euro und für die Bonitäts-Auskunft dann nur noch 7,80 Euro.

    Die Verbraucherzentralen bieten eine Übersicht mit den Kontaktdaten der Auskunfteien. Diese können Sie hier kostenlos herunterladen.

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