Startseite
Sie sind hier: Home > Wirtschaft >

Regierung beschließt Winter-Notgesetz gegen Blackouts

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Regierung beschließt Winter-Notgesetz gegen Blackouts

17.10.2012, 16:17 Uhr | dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die Bundesregierung will mit einem Abschalt-Verbot für bestimmte Kraftwerke großflächige Stromausfälle im Winter vermeiden. Das Kabinett beschloss am Mittwoch, dass wegen immer mehr Ökostrom unrentabel gewordene Gas- oder Kohlekraftwerke notfalls zum Weiterbetrieb gezwungen werden können. Dies soll mit einer Ergänzung energiewirtschaftlicher Vorschriften geschehen, die der Bundestag nun rasch beschließen soll. Die Betreiber sollen dafür Entschädigungen bekommen, die auf den Strompreis aufgeschlagen werden sollen.

Allerdings hält sich die neue Umlage für die Verbraucher in Grenzen: Für einen Haushalt mit einem Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden könnten maximal 1,55 Euro pro Jahr anfallen. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) betonte: "Die Versorgungssicherheit in Deutschland hat absolute Priorität."

Die Bundesnetzagentur soll bis Ende März 2013 zusammen mit den Netzbetreibern eine Liste mit "systemrelevanten" Kraftwerken erstellen, denen eine Stilllegung dann notfalls untersagt werden kann. Stilllegungen müssen zudem mindestens zwölf Monate zuvor angezeigt werden. Insgesamt sollen bis zu 3900 Megawatt Leistung an Reservekapazitäten vorgehalten werden. Die Regelung kann jedoch erst ab dem Winter 2013/2014 greifen. Im kommenden Winter sollen bisher auf freiwilliger Basis bestehende Reserven die Versorgung sichern.

Anzeige 
Heizölpreisrechner

Mit unserem Rechner finden Sie jetzt schnell die aktuellen Heizölpreise.
Zum Rechner

Es gelte Verbraucher und Unternehmen vor der Gefahr eines Stromausfalls zu schützen, sagte Rösler. Eine freiwillige Selbstverpflichtung wäre zwar erstrebenswert gewesen, diese habe die Branche allerdings für gescheitert erklärt. "Deshalb sind wir im Interesse der Versorgungssicherheit gezwungen, robuste gesetzliche Maßnahmen auf den Weg zu bringen."

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) kritisierte den Zwangseingriff scharf. "Der jetzige Vorschlag wird keinerlei Auswirkungen auf den vor uns liegenden Winter haben", betonte Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller. "Die Bundesregierung entfernt sich zudem immer weiter von ihrem selbstgesetzten Ziel eines wettbewerblich orientierten Energiemarktes", kritisierte sie.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Wirtschaft 
Gold-Marktbericht

Aktuelle Informationen über die Entwicklung des Goldpreises. Zum Marktbericht

Heizölpreis 
Heizöl-Marktbericht

Aktuelle Preisentwicklungen am Heizöl-Markt. Zum Marktbericht

Video des Tages
Kräftiges Tier 
Unglaublich, was die Biene mit dem Nagel anstellt

Das kleine Kraftpaket lässt sich nicht davon abhalten, ihr Loch in der Mauer zu besuchen. Video

Anzeige

Shopping
Shopping 
Macht Lust auf Sommer: Die neuen Kleider-Trends

Luftig-leichte Kleider fürs Büro, warme Sommertage & rauschende Feste. zum About You-Special

Shopping 
In Krisenzeiten ist Gold eine sichere Wertanlage

Feingoldbarren ab 1g (ca. 50,- €) und Goldmünzen sicher und diskret bestellen. bei eBay.de.

Shopping 
Clever sparen und stilvoll wohnen: Möbel reduziert

Im Sale zuschlagen: Sofas, Betten, Schränke u. v. m. zu Toppreisen. Online bestellen bei OTTO!

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal