17.11.2012, 19:14 Uhr | dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, hat die Zwangsarbeit von politischen DDR-Häftlingen für die Möbelkette Ikea als Spitze des Eisbergs bewertet. Zahlreiche westliche Unternehmen hätten vom Handel mit DDR-Betrieben profitiert, sagte Jahn am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Der frühere DDR-Oppositionelle forderte Transparenz. "Es gilt, die Verstrickung westlicher Unternehmen in den Produktionseinsatz politischer Häftlinge umfassend offenzulegen." Er bot dafür die Hilfe der Bundesbehörde an. Ikea hatte eingeräumt, spätestens seit Anfang der 80er Jahre vom Einsatz politischer Häftlinge für die Möbelproduktion der Firma gewusst zu haben.
Quelle: dpa-AFX
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