Öffentlicher Nahverkehr
Bus- und Bahnfahren wird kommendes Jahr spürbar teurer27.11.2012, 15:56 Uhr | AFP
Preise im Öffentlichen Nahverkehr ziehen weiter an (Quelle: imago)
Schlechte Nachricht für Schüler, Studenten, Rentner und Pendler: Bahn- und Busfahren wird im kommenden Jahr vielerorts erneut deutlich teurer. Auf das Gesamtjahr 2013 gesehen sei deutschlandweit mit Preiserhöhungen von durchschnittlich drei bis 3,5 Prozent zu rechnen, sagte ein Sprecher des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Der Bund der Steuerzahler forderte angesichts steigender Preise im Nahverkehr und auch an Tankstellen eine Anhebung der Pendlerpauschale.
Bereits zu Jahresbeginn erhöhe eine Reihe großer Verkehrsverbünde die Fahrkartenpreise um teils deutlich über drei Prozent, sagte der VDV-Sprecher. Der Hamburger Verkehrsverbund will seine Preise um 3,5 Prozent anheben. Im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr werden die Tickets im Schnitt um 3,9 Prozent teurer. Schon zum 9. Dezember plant der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund eine Preisanhebung um 3,7 Prozent. Am selben Tag erhöht die Deutsche Bahn ihre Preise um durchschnittlich 2,8 Prozent.
Hintergrund der Preiserhöhungen seien gestiegene Kosten für Kraftstoffe, Energie und Personal, sagte VDV-Sprecher Lars Wagner. "Gerade die Energiekosten sind deutlich überproportional im Vergleich zu Löhnen und Gehältern gestiegen." Den öffentlichen Verkehrsunternehmen machten vor allem auch die Preiserhöhungen beim Diesel zu schaffen. Hier habe es teils zweistellige prozentuale Steigerungen gegeben. Auch Strom werde durch die Energiewende teurer.
Die gestiegenen Kosten würden die öffentlichen Verkehrsanbieter in Form höherer Ticketpreise an die Fahrgäste weitergeben, sagte Wagner. "Wir sagen ganz offen und ehrlich, dass wir die durch die Kostenexplosion verursachten Zusatzausgaben an unsere Kunden weitergeben müssen." Hierzu bestehe die "Notwendigkeit". Neben den Energiekosten seien auch Löhne und Gehälter deutlich gestiegen.
"Wohl keines unserer Mitgliedsunternehmen wird die Zusatzkosten aber 1:1 weitergeben", sagte Wagner. Preise im öffentlichen Nahverkehr würden "auch durch die Kommunalpolitik mitbestimmt". Es handle sich deswegen um "politische Preise". Bereits in diesem Jahr seien die Preise im öffentlichen Nahverkehr in etwa um dreieinhalb Prozent gestiegen, sagte VDV-Sprecher Wagner. Der VDV vertritt die Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs.

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Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Reiner Holznagel, forderte angesichts steigender Fahrkartenpreise im öffentlichen Nahverkehr und erhöhter Spritkosten, der Gesetzgeber solle "endlich die Entfernungspauschale an die realen Gegebenheiten anpassen". Steigende Mobilitätskosten setzten Berufspendler unter Druck. Die bisher angesetzten 30 Cent seien "nicht mehr zeitgemäß", sagte Holznagel. "Die Politik muss jetzt zügig handeln und den Steuerzahler durch eine Erhöhung der Pendlerpauschale entlasten."
27.11.2012, 15:56 Uhr | AFP
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