31.12.2012, 15:54 Uhr | dpa, t-online.de
Keine Praxisgebühr mehr, weniger Rentenbeitrag für Arbeitnehmer, mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger: Das neue Jahr 2013 bringt für die Bürger wieder eine große Zahl von Veränderungen - größtenteils mit direkten Auswirkungen auf den Geldbeutel. Von Wehrdienstleistenden über Eltern bis hin zu Rentnern ist jeder an der einen oder anderen Stelle betroffen. Wir haben die wichtigsten Änderungen für Sie zusammengefasst.
Vom Wegfall der Praxisgebühr profitieren rund 80 Prozent der Deutschen, denn so hoch ist der Anteil der Bevölkerung, der bei gesetzlichen Krankenkassen versichert ist. Die Kassenpatienten sparen bis zu 40 Euro im Jahr, weil die quartalsweise zu zahlende Praxisgebühr von 10 Euro ersatzlos abgeschafft wurde. Damit werden den Kassen rund zwei Milliarden Euro im Jahr fehlen, die jedoch durch den Gesundheitsfonds ausgeglichen werden sollen.
Bei den privat versicherten Beamten profitieren vorerst nur diejenigen des Bundes komplett vom Wegfall der Praxisgebühr. Seit 2004 müssen Beamte eine Art virtuelle Praxisgebühr bezahlen. Dabei werden ihnen von der staatlichen Beihilfe, die die Krankenkosten erstattet, 10 Euro pro Quartal bei einem Arzt - und einem Zahnarztbesuch abgezogen, was sich auf 80 Euro im Jahr summiert.
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Für die Bundesbeamten wird diese Regelung nun ebenfalls zum 1. Januar 2013 zurückgenommen. Für die Beamten der Länder gibt es noch keine einheitliche Regelung. Bayern verzichtet künftig auf den sogenannten Eigenbehalt, in Berlin und Thüringen beispielsweise steht eine Regelung noch aus.
Für Arbeitnehmer sinkt außerdem der Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung von 19,6 auf 18,9 Prozent des Bruttogehalts. Das entspricht einer Entlastung von mehr als drei Milliarden Euro im Jahr. Ein Durchschnittsverdiener mit 2600 Euro brutto spart pro Monat neun Euro. Außerdem steigt der steuerliche Grundfreibetrag um 126 Euro auf 8130 Euro im Jahr. Das bringt nochmals rund zwei Euro Ersparnis im Monat.
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Allerdings steigen auch einige Ausgaben für die Verbraucher: So werden die Strompreise stark angehoben, und auch durch die Einführung der sogenannten Unisex-Tarife mit gleichen Beiträgen für Frauen und Männer werden manche Versicherungen teurer. So müssen Männer künftig bei der Altersvorsorge und der Berufsunfähigkeit mit teureren Policen rechnen. Für Frauen werden Risikoversicherungen kostspieliger. Altverträge sind davon allerdings nicht betroffen.
Quelle: dpa, t-online.de
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