24.12.2012, 13:21 Uhr | dpa-AFX
HANNOVER (dpa-AFX) - Umweltschützer haben Pläne der AKW-Betreiber kritisiert, die Zahlungen für ein Atomendlager Gorleben zu stoppen. "Eon <EOAN.ETR>, RWE <RWE.ETR> und Co. haben nach 35 Jahren Skandalgeschichte um die Atommülllagerung nichts dazugelernt", sagte Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler am Montag. Wer heute noch ernsthaft jede Erkundung von Alternativen zum maroden Salzstock Gorleben ablehne, sei im Begriff, in Gorleben die Desaster in den bereits einstürzenden Atommülllagern Asse und Morsleben zu wiederholen.
Die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke (AKW) prüfen nach dem von Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) verkündeten Erkundungsstopp für Gorleben ein Ende der Finanzierung für die Arbeiten in dem niedersächsischen Salzstock. Das sagte der Präsident des Deutschen Atomforums, Ralf Güldner, der Zeitung "Die Welt". Es sei höchst zweifelhaft, ob die AKW-Betreiber noch Kosten tragen müssten, die nach einem rein politisch motivierten Erkundungsstopp anfallen.
"Dass sich die Abfallverursacher des Atommülls vor den Kosten der Endlagersuche drücken wollen, verschleiert, dass die Erkundung des Salzstocks in Gorleben bis heute ein einträgliches Geschäft für die Atomkonzerne gewesen ist", sagte Edler. "Güldner glaubt wohl an den Weihnachtsmann", sagte der Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke. Die Verursacher des Atommülls müssten auch dann zahlen, wenn mehrere Standorte erkundet und Gorleben zurückgebaut würde.
Quelle: dpa-AFX
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