07.01.2013, 17:42 Uhr | dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat "enttäuscht" auf die erneute Verschiebung der Eröffnung des Hauptstadtflughafens reagiert. Dies gehe zulasten aller Fluggäste und der Fluggesellschaften, kritisierte das Unternehmen am Montag. "Eine erneute Verschiebung bedeutet für alle Fluggäste eine anhaltend unbefriedigende Situation." Air Berlin <AB1.ETR> erwarte von der Flughafengesellschaft, dass nun in Tegel alles getan werde, um dort einen noch besseren Standard zu erreichen. Air Berlin setze aber weiterhin auf den neuen Flughafen.
Der Neubau im brandenburgischen Schönefeld nahe der Berliner Stadtgrenze soll die bestehenden Flughäfen Tegel und Schönefeld sowie den bereits geschlossenen Flughafen Tempelhof ersetzen.
Air Berlin-Chef Hartmut Mehdorn hatte am Montag überraschend seinen Posten geräumt. Der bisherige Strategie-Vorstand Wolfgang Prock-Schauer soll nun die Sanierung der Fluggesellschaft fortsetzen. Air Berlin macht neben hohen Treibstoffpreisen und der deutschen Ticketsteuer auch die immer wieder verschobene Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens zu schaffen. Mehdorn hatte bereits Schadenersatzklagen angekündigt.
Quelle: dpa-AFX
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