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Bauernverband: Kaum Verbraucher interessieren sich für Tierschutz

11.01.2013, 14:17 Uhr | t-online.de, AFP, dapd

Bauernverband: Kaum Verbraucher interessieren sich für Tierschutz . Für viele Verbraucher muss das Fleisch saftig sein - die Haltung interessiert dabei nur wenig (Quelle: dpa)

Für viele Verbraucher muss das Fleisch saftig sein - die Haltung interessiert dabei nur wenig (Quelle: dpa)

Tierschutz ist nach Ansicht von Bauernpräsident Joachim Rukwied selten ein Kaufkriterium für Konsumenten von Fleisch. Den meisten Verbrauchern sei es wichtiger, dass "das Fleisch schmeckt, dass es also zart, saftig und bezahlbar ist", sagte der Präsident des Deutschen Bauernverbands (DBV) der "Süddeutschen Zeitung" (SZ). "Allenfalls ein kleiner Teil der Konsumenten ist laut zahlreichen einschlägigen Studien dafür empfänglich, wenn mit einem besonders hohen Tierschutz geworben wird", fügte Rukwied hinzu. Nur die seien auch bereit, dafür mehr Geld auszugeben.

"Kein Bauer will, dass seine Tiere leiden"

Rukwied wies die vor allem von Umwelt- und Tierschützern geäußerte Kritik an den gegenwärtigen Haltungsformen in der Landwirtschaft zurück. "Kein Bauer will, dass seine Tiere leiden", sagte der Bauernpräsident. "Erst recht kann man nicht sagen, dass große Ställe generell schlechter sind als kleine." Im Gegenteil: "Für die Tiere jedenfalls ist es deutlich angenehmer, wenn 200 Kühe in einem offenen Stall mit Zugang zur Weide frei herumlaufen können, als wenn 20 Kühe permanent in engen Boxen stehen", erklärte der Bauernpräsident der Zeitung.

Der Bauernverband motiviere seine Mitglieder dazu, ihre Ställe zu öffnen, damit Besucher sehen könnten, wie Landwirtschaft heute betrieben werde. "Wir haben nichts zu verbergen", sagte Rukwied weiter.

Im Tierschutz ganz vorne

Im EU-Vergleich sei Deutschland beim Tierschutz "ganz vorn dabei". Zwar gebe es natürlich Probleme, wie das Kupieren der Ringelschwänze bei Schweinen oder der Schnäbel bei Geflügel, "für die wir dringend Lösungen finden müssen". Doch müsse jede neue Anforderung an den Tierschutz auch "wirtschaftlich darstellbar" sein. "Schließlich bewegen wir uns in offenen Märkten." Es bringe daher nichts, wenn Deutschland seine Tierschutz-Standards im Alleingang immer höher schraube. "Dann wird die Produktion eben ins Ausland verlagert", kritisierte er.

Gefahr durch Antibiotika übertrieben

Auch die Diskussionen über den verstärkten Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft werde nach Rukwied zufolge falsch geführt. "Natürlich sind wir daran interessiert, so wenig Antibiotika wie möglich einzusetzen." Erste Erkenntnisse aus einem Monitoring zeigten jedoch, "dass nicht die Größe eines Betriebs entscheidend sein muss, ob viel oder wenig Antibiotika verabreicht wurde, sondern eine Reihe von Faktoren wie Herkunft, Stallbau oder Management verantwortlich sein kann", sagte Rukwied im Gespräch mit der "SZ".

Deutsche belegen einen Spitzenplatz der Fleischesser

Die Grünen-nahe Heinrich-Böll-Stiftung, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Monatszeitung "Le Monde diplomatique" hatte einen sogenannten Fleischatlas vorgestellt. Demnach essen die Deutschen mit 60 Kilogramm pro Person doppelt so viel Fleisch im Jahr wie Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Deutschen belegen damit international einen Spitzenplatz.

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