13.01.2013, 18:33 Uhr | dpa-AFX
BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat mehr deutsche Solidarität mit Griechenland gefordert. In einem Gastbeitrag für die "Welt" mahnte Steinbrück: "Deutsche Überheblichkeit ist gerade gegenüber der griechischen Bevölkerung nicht angebracht." Die Lage in Griechenland nannte Steinbrück "zunehmend dramatisch". Die Schlinge um den Hals der griechischen Volkswirtschaft werde immer enger, und kein Ausweg scheine in Sicht. Die griechische Bevölkerung habe bereits enorme Belastungen und Zumutungen ertragen: "Überträgt man die Einsparungen in ihrer Dimension auf Deutschland, dann sprechen wir von Kürzungen in Höhe von 150 Milliarden Euro, mehr als ein Drittel des Bundeshaushaltes."
Steinbrück forderte ein Deutschland, "das sich mit seiner ökonomischen Stärke und in europäischer Verantwortung für den Erhalt eines solidarischen Kontinents einsetzt". Laut Steinbrück befindet sich in Griechenland "eine ganze Gesellschaft in einer kollektiven Traumatisierung". Der griechische Sparkurs habe Griechenland in eine gesellschaftliche Depression gestürzt. "Und das ist gefährlich", so der SPD-Kanzlerkandidat.
Quelle: dpa-AFX
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