21.01.2013, 16:15 Uhr | dpa-AFX
BRÜSSEL (dpa-AFX) - Das pleitebedrohte Zypern ist nach eigenen Angaben noch ausreichend finanziert und kann die nächsten Wochen überbrücken. Auch sieben Monate nach dem Antrag auf internationale Hilfe könne sein Land alle Zahlungen erfüllen, sagte Zyperns Finanzminister Vassos Shiarly am Montag vor Journalisten in Brüssel. "Ich bin zuversichtlich, dass wir bis März so fortfahren können, auch wenn es schwierig wird." Der scheidende Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker geht davon aus, dass erst im März mit einem Hilfsprogramm für den Inselstaat zu rechnen ist. Nikosia braucht nach bisherigen Schätzungen rund 17,5 Milliarden Euro Finanzhilfe.
Shiarly rechnet trotz der Geldwäsche-Vorwürfe mit der Zustimmung der Euro-Partner zu einem Hilfsprogramm. "Ich sehe keinen Grund, warum einige Mitgliedstaaten nicht positiv entscheiden sollten." Zypern habe alle internationalen Vereinbarungen im Kampf gegen Geldwäsche unterzeichnet und entsprechende Gesetze erlassen. "Zyperns Rechtssystem und die Umsetzung gehen sogar weit darüber hinaus."
Quelle: dpa-AFX
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