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    Klare Mehrheit für Schweizer Initiative gegen 'Abzockerei'

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    Klare Mehrheit für Schweizer Initiative gegen 'Abzockerei'

    03.03.2013, 16:48 Uhr | dpa-AFX

    BERN (dpa-AFX) - Die Schweizer haben am Sonntag einer Initiative gegen überzogene Managervergütungen mit großer Mehrheit zugestimmt. Laut Hochrechnung wurde die entsprechende Initiative "gegen die Abzockerei" von 68 Prozent der Teilnehmer eines landesweiten Referendums befürwortet. Das berichtete das Schweizer Fernsehen SRF unter Berufung auf das damit beauftragte Forschungsinstitut gfs.bern.

    Die Initiative zielt darauf ab, Exzesse bei Bonus-Zahlungen, Abfindungen und Gehältern für Manager börsennotierter Unternehmen durch die Stärkung der Aktionärsrechte zu unterbinden. Über die Höhe von Managervergütungen sollen die Aktionäre jährlich entscheiden können. Sondervergütungen wie Abgangsabfindungen oder Begrüßungsgelder für Spitzenmanager in Millionenhöhe sollen verboten werden. Verstöße gegen entsprechende gesetzliche Regelungen sollen mit bis zu drei Jahren Gefängnis und hohen Geldbußen bestraft werden können.

    Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der die Initiative mit einer millionenteuren Kampagne bekämpft hatte, räumte seine Niederlage ein. Man akzeptiere das Votum der Bürger und werde bei der Umsetzung der Initiative konstruktiv mitarbeiten, erklärte Economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta im Schweizer Fernsehen SRF. "Es ist selbstverständlich, dass der Volkswille zu respektieren ist. Jetzt gilt es, die Initiative textgetreu umzusetzen."

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    Bis die vor mehr als fünf Jahren gestartete Initiative des mittelständischen Unternehmers und parteilosen Abgeordneten Thomas Minder voll umgesetzt ist, dürften allerdings noch ein bis eineinhalb Jahre vergehen. Regierung und Parlament müssen nun ein entsprechendes Gesetz auf der Basis des Initiativtextes erarbeiten und verabschieden.

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