03.03.2013, 17:09 Uhr | dpa-AFX
BERN (dpa-AFX) - Die Schweizer haben am Sonntag einem Volksbegehren gegen überzogene Managervergütungen mit großer Mehrheit zugestimmt. Die entsprechende Initiative "gegen die Abzockerei" befürworteten laut amtlichen Ergebnis 67,9 Prozent der Teilnehmer eines landesweiten Referendums.
Die Abzocker-Initiative habe damit die dritthöchste Zustimmung bekommen, die es für ein Volksbegehren in der Eidgenossenschaft gab, berichtete die Schweizer Nachrichtenagentur sda. Das Wahlvolk habe "ein deutliches Zeichen gegen überrissene Löhne" von Managern gesetzt.
Die Initiative zielt darauf ab, Exzesse bei Bonus-Zahlungen, Abfindungen und Gehältern für Manager börsennotierter Unternehmen durch die Stärkung der Aktionärsrechte zu unterbinden. Über die Höhe von Managervergütungen sollen die Aktionäre jährlich entscheiden können.
Sondervergütungen wie Abgangsabfindungen oder Begrüßungsgelder für Spitzenmanager in Millionenhöhe sollen verboten werden. Verstöße gegen entsprechende gesetzliche Regelungen sollen mit bis zu drei Jahren Gefängnis und hohen Geldbußen bestraft werden können.
Der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der die Initiative mit einer millionenteuren Kampagne bekämpft hatte, räumte seine Niederlage ein. Man akzeptiere das Votum der Bürger und werde bei der Umsetzung der Initiative konstruktiv mitarbeiten, erklärte Economiesuisse-Direktor Pascal Gentinetta.
Quelle: dpa-AFX
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