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Polit-Stillstand in Italien drückt auf Investorenstimmung

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Polit-Stillstand in Italien drückt auf Investorenstimmung

27.03.2013, 13:47 Uhr | dpa-AFX

 

ROM/FRANKFURT (dpa-AFX) - Die schlechten Aussichten auf eine stabile Regierung in Italien haben zur Wochenmitte auf die Stimmung von Investoren gedrückt. An den Anleihemärkten Italiens und Spaniens trübte sich die Lage merklich ein. Auch eine Versteigerung italienischer Schuldtitel verlief alles andere als optimal, die Nachfrage der Anleger war rückläufig. An den Rentenmärkten anderer Krisenländer wie Griechenland, Portugal und Irland war die Stimmung ebenfalls schlechter.

Der drohende politische Stillstand in Italien lässt Anleger ganz offensichtlich zögern, Staatsanleihen des Landes zu erwerben. Am Mittwoch gelang es Rom mit zwei Anleiheauktionen nicht, den anvisierten Höchstbetrag einzusammeln. Wie die nationale Notenbank in Rom mitteilte, wurden Schuldtitel im Wert von insgesamt 6,91 Milliarden Euro verkauft. Angestrebt wurden bis zu sieben Milliarden Euro. Das Interesse der Investoren war rückläufig.

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Die zu zahlenden Zinsen entwickelten sich unterdessen uneinheitlich. Ein neuer Schuldtitel mit fünfjähriger Laufzeit rentierte mit durchschnittlich 3,65 Prozent. Das waren 0,06 Prozentpunkte mehr als bei einer ähnlichen Auktion Ende Februar. Bei einer Aufstockung eines zehnjährigen Papiers sank die Rendite binnen Monatsfrist hingegen um 0,17 Punkte auf 4,66 Prozent.

Am italienischen Sekundärmarkt, wo bereits ausgegebene Staatsanleihen gehandelt werden, trübte sich die Stimmung spürbar ein. Die Rendite fünfjähriger Schuldtitel Roms stieg erstmals seit Anfang März über die Schwelle von 3,5 Prozent. Zehnjährige Papiere Spaniens rentierten wieder mit mehr als fünf Prozent. Die Risikoaufschläge zu deutschen Staatsanleihen, die im Euroraum als Maß der Dinge gelten, legten entsprechend zu.

GERÜCHTE UND POLIT-STILLSTAND

Händler sprachen davon, dass sich das Augenmerk zusehends weg von Zypern hin zu Italien richte. So halten sich zum einen hartnäckig Gerüchte über eine bevorstehende Abstufung Italiens durch eine große Ratingagentur. Zum anderen bleiben die Bemühungen einer Regierungsbildung zäh. Die Parlamentswahlen Ende Februar hatten im Senat eine politische Pattsituation ergeben. Mitte-Links-Chef Piere Luigi Bersani bekräftigte am Mittwoch seine ablehnende Haltung gegenüber einer großen Koalition mit dem Mitte-Rechts-Bündnis unter Ex-Premier Silvio Berlusconi.

 
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