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    Inflation im März auf Zweijahres-Tief

    11.04.2013, 14:15 Uhr | dapd

    Inflation im März auf Zweijahres-Tief. Diesel und Benzin haben im März zu einer Dämpfung bei der Teuerung beigetragen (Quelle: dpa)

    Diesel und Benzin haben im Oktober zu einer Dämpfung bei der Teuerung beigetragen (Quelle: dpa)

    Die Inflation in Deutschland war im März so gering wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Die Teuerungsrate betrug im Vergleich zum Vorjahresmonat 1,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Es bestätigte damit eine vorläufige Schätzung von Anfang April. Im Februar hatte die jährliche Inflationsrate noch bei 1,5 Prozent gelegen, im Januar bei 1,7 Prozent. Niedriger als im März war die Teuerungsrate zuletzt im Dezember 2010 mit 1,3 Prozent gewesen. Im Vergleich zum Februar zogen die Preise im März um 0,5 Prozent an.

    Vor allem Mineralölprodukte waren im März 2013 um 6,5 Prozent billiger als vor einem Jahr, was den relativ niedrigen Wert für die Teuerung erkläre, sagten die Statistiker. Die Stromkosten für die Verbraucher waren mit einem Plus von 12,4 Prozent jedoch deutlich höher. Auch für die Umlagen für Zentralheizung und Fernwärme sowie feste Brennstoffe musste mehr bezahlt werden.

    Energie bremst ausnahmsweise die Teuerung

    Durch die gegenläufige Preisentwicklung bei Mineralöl und Strom stiegen die Kosten für Energie unter dem Strich nur um 0,5 Prozent. Insgesamt dämpfte das die Gesamtteuerung. So lag die Inflation ohne Energie im März sogar bei 1,6 Prozent.

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    Auch für Lebensmittel mussten Verbraucher im März tiefer in die Tasche greifen: Sie waren im Vergleich zum März 2012 um 3,7 Prozent teurer. Besonders die Preise für Obst, Fleisch und Fleischwaren stiegen stark. Obst kostete im März 9,7 Prozent mehr und Fleisch verteuerte sich um 5,7 Prozent. Auch die Preise für Fisch, Brot und Süßwaren stiegen deutlich stärker als die Gesamtteuerung.

    Nur etwas mehr mussten Verbraucher dagegen für alkoholfreie Getränke bezahlen. Die Preise stiegen um 0,5 Prozent. Billiger wurde Bohnenkaffee mit einem Minus von 5,3 Prozent.

    Elektronikpreise bleiben günstig

    Gebrauchsgüter mit mittlerer Lebensdauer wie Kleidung verteuerten sich um 2,1 Prozent. Für langlebige Gebrauchsgüter wie Computer mussten Kunden dagegen 0,2 Prozent weniger bezahlen. Dienstleistungen wurden im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,5 Prozent teurer. Die Nettokaltmieten stiegen um 1,3 Prozent.

    Deutlich stiegen dagegen die Preise für Pauschalreisen mit 9,7 Prozent, Sport- und Erholungsdienstleistungen mit 4,5 Prozent und Verkehrsdienstleistungen mit 3,3 Prozent. Weniger mussten Verbraucher für ambulante Gesundheitsdienstleistungen infolge der Abschaffung der Praxisgebühr bezahlen. Hier sank das Preisniveau um 12,3 Prozent.

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