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Schweizer Banken drängen Deutsche zu Steuerehrlichkeit

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Schweizer Banken drängen Deutsche zu Steuerehrlichkeit

27.04.2013, 18:44 Uhr | t-online.de, AFP

Schweizer Banken drängen Deutsche zu Steuerehrlichkeit . Bankenviertel in Zürich: Der Druck auf Deutsche Kunden steigt (Quelle: imago)

Bankenviertel in Zürich: Der Druck auf Deutsche Kunden steigt (Quelle: imago)

Nach dem Skandal um Bayern-Präsident Uli Hoeneß steigt der Druck auf deutsche Anleger in der Schweiz: Mehrere eidgenössische Banken drängen Kunden aus Deutschland dazu, ihre Schwarzgeld-Guthaben offenzulegen. Nach dem Scheitern des Steuerabkommens der Schweiz mit Deutschland führe die Großbank UBS nun individuelle Gespräche mit den Kunden, sagte UBS-Chef und Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber der "Wirtschaftswoche" laut Vorabmeldung. Er sei "zuversichtlich, dass wir die betroffenen Kunden überzeugen können, ihre Situation mit dem deutschen Fiskus zu regeln".

Banken drohen mit Kontoauflösung

"Aktuelle Zahlen zeigen, dass viele Kunden ihre Steuerverhältnisse in Ordnung bringen oder schon gebracht haben", sagte Weber. Dabei macht die Bank Weber zufolge auch Druck auf die Kunden. Die UBS stelle Kontoinhabern, die sich der Legalisierung ihres Vermögens widersetzten, ein Ende der Geschäftsbeziehung in Aussicht.

Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" forderte bereits im Dezember 2012 die Zürcher Kantonalbank einige Kunden auf, sich selbst anzuzeigen und die Bank Vontobel erklärte, sie begleite die Kunden aktiv auf dem Weg in die Steuerehrlichkeit, berichtet die Zeitung "Die Welt".

Unnötige Subventionen: Staatsgeld für E-Porsche und Pferdemist

Credit Suisse ein gebranntes Kind

Die Großbank Credit Suisse versendet laut "Wirtschaftswoche" derzeit Formulare an ihre deutschen Kunden. "Der Kunde erklärt hiermit, dass er an Stelle des Steuerrückbehalts das Meldeverfahren wählt", zitierte das Magazin aus den Schreiben. "Wir raten unseren Kunden aus Deutschland schon seit langem, sie sollten ihre Steuersituation überprüfen und offene Fragen wenn nötig klären", zitiert die "Welt" einen Bank-Sprecher.

Konkret sollten die Kontoinhaber die Bank ermächtigen, Informationen über gezahlte Zinsen "unter Angabe aller zusätzlich verlangten, relevanten Informationen, insbesondere Name, Adresse, Nationalität, betroffene Geschäftsbeziehungen (inkl. Konto- und Depot-Nummern)" an die zuständige deutsche Steuerbehörde zu leiten.

Die Bank zahlte im Jahr 2011 in einem Vergleich mit der Staatsanwaltschaft Düsseldorf 150 Millionen Euro, um Vorwürfe der Beihilfe zur Steuerhinterziehung vom Tisch zu bekommen.

Regierung macht Druck

Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" macht auch die Schweizer Regierung mächtig Druck. Seit Ende Februar liege demnach ein Gesetzentwurf vor, der die Annahme von Schwarzgeld verbiete. "Wir wollen kein Schwarzgeld in der Schweiz", erklärte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf in der "Welt".

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Steuerabkommen gescheitert

Das von der Bundesregierung mit der Schweiz ausgehandelte Steuerabkommen war nach monatelangem Ringen am Widerstand von Rot-Grün im Bundesrat gescheitert. Es hatte unter anderem vorgesehen, dass auf Zinseinnahmen deutscher Bankkunden in der Schweiz automatisch ein Abschlag nach Deutschland abgeführt wird.

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