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Schröder: 'Flexiblere Arbeitszeiten wichtiger als Frauenquote'

07.05.2013, 08:35 Uhr | dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Vor dem Erfahrungsaustausch von Kanzlerin Angela Merkel mit Frauen in Führungspositionen hat Bundesfamilienministerin Kristina Schröder ihre Ablehnung von festen Frauenquoten bekräftigt. "Von der Frauenquote in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen sind nur wenige Frauen betroffen", sagte die CDU-Politikerin der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag). "Die entscheidende Frage wird sein, ob wir uns trauen, die Arbeitsbedingungen - übrigens auch oft das Arbeitsrecht - so zu ändern, dass Menschen mit Familie auch Karriere machen können." Das werde am Ende für Millionen arbeitender Frauen viel wichtiger sein als die Debatte, welche Quote wann ganz oben erreicht sein müsse.

Beim heutigen Treffen im Kanzleramt (Dienstag/11.00) soll darüber diskutiert werden, wie es mehr Frauen in leitende Funktionen von Wirtschaft und Gesellschaft schaffen können. Dazu werden 75 weibliche Führungskräfte aus Firmen, Kultur, Verwaltung und Wissenschaft sowie 30 junge Frauen erwartet. Eine feste Frauenquote in Aufsichtsräten hat die schwarz-gelbe Koalition im Bundestag kürzlich abgelehnt. Die Union will eine 30-Prozent-Quote ab 2020 ins Wahlprogramm aufnehmen.

Schröder lehnt eine gesetzliche Quote seit langem strikt ab. Sie setzt ihr Flexi-Quoten-Modell dagegen, das die Wirtschaft verpflichten will, sich selbst eine Frauenquote aufzuerlegen. Die Ministerin sagte der "Passauer Neuen Presse", es müsse viel stärker um die mittleren Führungsebenen gehen. "Dafür müssen wir in dieser Gesellschaft ein neues Verständnis von Arbeitszeiten entwickeln. Immer noch wird allzu oft erwartet, dass vor allem Führungskräfte nur gut sein können, wenn sie 70 bis 80 Stunden pro Woche arbeiten."

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Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der DAX-30-Unternehmen lag dem Bericht zufolge Ende März bei 21,1 Prozent. In den Vorständen waren laut Bundesfamilienministerium Frauen zu 7,7 Prozent vertreten. Im Familienministerium seien inzwischen 43 Führungskräfte weiblich, was einem Frauenanteil von 51,2 Prozent entspreche.

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