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Yahoo-Chefin Marissa Mayer steigert Gewinne - Trendwende bleibt aus17.07.2013, 12:00 Uhr | rtr, AFP
Bei Yahoo hatte Chefin Marissa Mayer ein gutes erstes Jahr. (Quelle: dpa)
Beim Internet-Pionier Yahoo hat Unternehmenschefin Marissa Mayer im erstes Jahr im Amt mit deutlich steigenden Gewinnen feiern können. Auch aus China kamen positive Signale. Dennoch lässt eine Trendwende bei dem US-Konzern weiter auf sich warten.
Yahoo fuhr im zweiten Quartal von April bis Juni einen Gewinn von 331 Millionen US-Dollar ein (rund 254 Millionen Euro) - 46 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie Yahoo am Mittwoch verkündete. Die Vielzahl neuer Yahoo-Dienste habe bei den Nutzern Anklang gefunden.
Der Umsatz des Unternehmens sei jedoch um ein Prozent zurückgegangen auf rund 1,07 Milliarden Dollar, teilte Yahoo mit. Konzernchefin Mayer sagte dennoch, sie sei "ermutigt" von der Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal. Das Geschäft sei durch "fortgesetzte Stabilität" gekennzeichnet gewesen. "Wir haben mehr Produkte auf den Markt gebracht als je zuvor - ungefähr ein wichtiges neues Produkt pro Woche."
Yahoo hatte kürzlich etwa seinen neuen Dienst für Nachrichten und seine Internetsuche überarbeitet. Daneben polierte der Konzern seinen Fotoservice Flickr auf brachte mehrere Anwendungen für Smartphones und Tablet-PC an den Start wie etwa für Sportnachrichten, E-Mail und Wetterberichte. Yahoo habe seine Produktpalette in abgelaufenen Quartal "gewaltig" verbessert, sagte Unternehmenschefin Mayer. Yahoo-Nutzer hätten darauf reagiert und die Dienste des Konzerns stärker in Anspruch genommen.
Um den Umsatz wieder zu steigern, kündigte Mayer an, künftig den Fokus wieder stärker auf die erlösträchtige Display-Werbung zu legen. Auf diesem Gebiet hat Yahoo seine frühere Vormachtstellung allerdings längst an die nun schier übermächtigen Rivalen Facebook und Google verloren. Mayer und Finanzvorstand Ken Goldman betonten, dass Yahoo an neuen Werbeformaten und Technologien arbeite, die den Trend umkehren würden.
Analysten zufolge heizen vor allem Werbebörsen, die Anzeigeplätze anbieten, den Preiskampf an. "Die Talfahrt der Preise, die für eine Anzeige verlangt werden, hat erst begonnen", sagte etwa BGC-Analyst Colin Gillis. Im zweiten Quartal fielen bei Yahoo die Werte pro Anzeige um zwölf Prozent zum Vorjahr - und beschleunigten damit das Minus im bisherigen Jahresverlauf. Werbung ist die Haupteinnahmequelle des Unternehmens.
Unterdessen zeigte Alibaba, wie erfolgreich Internet-Geschäfte in China sein können. Das Unternehmen gehört zu knapp einem Viertel Yahoo. Alibabas Erlöse stiegen im abgelaufenen Quartal um 71 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Der Gewinn verdreifachte sich fast auf 669 Millionen Dollar. Es wird erwartet, dass Alibaba bald an die Börse geht. Es dürfte mit geschätzten 16 Milliarden Dollar der größte IPO seit Facebook werden.
Die Yahoo-Aktie büßte nach Börsenschluss am Dienstagabend in den USA zunächst mehr als zwei Prozent an Wert ein. Sie fing sich nach der Bekanntgabe der Alibaba-Bilanz aber und tendierte sogar über ein Prozent im Plus bei 27,19 Dollar.
17.07.2013, 12:00 Uhr | rtr, AFP
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