Höhere Steuern
Deutsche arbeiten länger für den Fiskus als Bürger in Krisenstaaten11.08.2013, 09:06 Uhr | t-online.de - sia
Wegen der höheren Steuersätze verdienen etwa Beschäftigte in Irland netto mehr als in Deutschland (Quelle: dpa)
Der deutsche Fiskus darf sich über gut gefüllte Kassen freuen - trotz schwächelnder Konjunktur. Eine neue Studie hat jetzt enthüllt, dass die Deutschen deutlich mehr Steuern zahlen als Bürger in den Krisenstaaten Zypern, Irland, Portugal und Spanien. Das schreibt der "Spiegel" und beruft sich dabei auf Daten des Institut Economique Molinari in Brüssel.
Nach der Analyse arbeiten deutsche Beschäftigte bis zum 13. Juli ausschließlich für den Fiskus, Arbeitnehmer in Italien immerhin bis zum 10. Juli. Zyprer hingegen haben schon ab dem 14. März und Iren ab dem 24. April ihre Pflichten gegenüber dem Staat erfüllt. Deshalb seien auch im dritten Jahr der Euro-Krise die durchschnittlichen Nettolöhne der Iren höher als die der Deutschen, schreibt der "Spiegel".
Belgier, Österreicher und Franzosen, die mit zu den wichtigen Finanziers der Solidarmaßnahmen in Europa gehören, müssen dagegen noch länger als die Deutschen für den Staat arbeiten. In ihren Berechnungen hat die Brüsseler Denkfabrik neben den Einkommensteuern auch die Sozialabgaben und einen Teil der Mehrwertsteuern berücksichtigt.
Während der reale Steuersatz auf durchschnittliche Arbeitseinkommen auf Zypern bei 20 und in Irland bei 31 Prozent liege, käme Deutschland auf eine Steuerlast von 53 Prozent. An der Spitze lägen Frankreich mit 56 und Belgien mit 60 Prozent.
Erst vor Kurzem hatte das "Handelsblatt" berichtet, dass die Arbeitnehmer in der Bundesrepublik im ersten Halbjahr 2013 allein fünf Milliarden Euro mehr Lohnsteuer an das Finanzamt gezahlt haben als im Vorjahr. Die Zeitung berief sich dabei auf Daten des Bundesfinanzministeriums.
Ein Grund dafür sei ein deutliches Plus von gut sieben Prozent bei der Lohnsteuer gewesen. Zudem würden sich immer mehr Deutsche für den Erwerb oder Bau von Wohneigentum entscheiden, was den Ämtern eine Zuwachs von rund vier Milliarden Euro (15 Prozent) bei der Grunderwerbssteuer beschert hätte.
11.08.2013, 09:06 Uhr | t-online.de - sia
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