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Sicherheitsbranche will Mindestlohntarifvertrag kündigen

19.08.2013, 19:39 Uhr | dpa-AFX

BAD HOMBURG (dpa-AFX) - Im Sicherheits- und Wachgewerbe ist ein Konflikt um den erst vor drei Jahren eingeführten Mindestlohn entbrannt. Der Bundesverband der Deutschen Sicherheitswirtschaft (BDSW) wird den Mindestlohntarifvertrag zum Jahresende kündigen, wie Hauptgeschäftsführer Harald Olschok am Montag auf Anfrage sagte. Er bestätigte damit Medienberichte.

Hintergrund sind die festgefahrenen Verhandlungen über neue Mindestlöhne. Die Arbeitgeber fordern, dass ein Abschluss bindende Wirkung für die anstehenden regionalen Tarifverhandlungen hat. Verdi habe dies jedoch abgelehnt.

Der BDSW will verhindern, dass die untersten Lohngruppen bei den Verhandlungen in Bundesländern über den Mindestlohn hinaus angehoben werden. Außer in Nordrhein-Westfalen stehen die Tarifverhandlungen auf Landesebene noch aus. Einen neuen Termin für die seit März laufenden Gespräche auf Bundesebene gibt es nicht.

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"Wir wollen die Tarifverhandlungen in der Zeitarbeit im September abwarten", sagte Verdi-Verhandlungsführer Andreas Sander. An dem Ergebnis wolle sich die Gewerkschaft orientieren. Sicherheitsleute dürften nicht schlechter gestellt sein als Friseure, sagte Sander. Für diese ist ein Mindestlohn von 8,50 Euro ab 2015 vereinbart.

Im Sicherheitsgewerbe mit seinen nach Arbeitgeberangaben rund 182.500 Beschäftigten beträgt der Mindestlohn je nach Region zwischen 7,50 Euro und 9,20 Euro je Stunde. Nach Gewerkschaftsangaben erhielten 60 bis 70 Prozent der Beschäftigten den Mindestlohn.

 
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