Hohe Spielergehälter
Grüne wollen bei Fußball-Millionären abkassieren29.08.2013, 13:59 Uhr | t-online.de
Höhere Steuern für Fußball-Millionäre wie Franck Ribéry? Die hohen Einkünfte wecken Begehrlichkeiten bei Politikern (Quelle: imago/Ulmer)
Die grüne Finanzministerin von Schleswig-Holstein, Monika Heinold, würde gerne bei gutverdienenden Fußballstars mehr Steuern kassieren. Der Online-Ausgabe des "Handelsblatts" sagte sie: "Einem Ribéry, der bei Bayern München kolportierte zehn Millionen Euro jährlich verdienen soll, tut eine Anhebung des Spitzensteuersatzes von 42 auf 49 Prozent mit Sicherheit nicht weh."
Außerdem fahre es sich mit einem Ferrari auf Schlaglochpisten besonders schlecht, giftete die Ministerin. "Ohne ausreichende Steuereinnahmen wird sich aber der Sanierungsstau unserer Infrastruktur nicht auflösen lassen." In der Bundesliga gibt es derzeit eine Diskussion über die unterschiedlichen wirtschaftlichen Verhältnisse der Clubs. Während einige wenige wie der FC Bayern München gut dastehen, sich teure Spieler leisten und hohe Gehälter zahlen können, haben sich viele andere Vereine hoch verschuldet, um noch mithalten zu können.
In Frankreich zittern die Spitzenfußballer bereits vor der Reichensteuer. Oberhalb von einer Million Euro soll der Steuersatz auf 75 Prozent steigen. Stars wie Zlatan Ibrahimovic, der bei Paris St. Germain geschätzte 15 Millionen Euro im Jahr verdient, müsste dann ab 2014 einige Millionen mehr an Steuern zahlen. Die Clubs fürchten, dass die Stars deshalb Frankreich verlassen und der französische Fußball das Nachsehen hat.
Auch für die Clubs könnte die von Präsident François Hollande vorangetriebene Steuer problematisch werden. Internationale Fußballstars handeln in der Regel Nettogehälter aus - so müssen sie sich um lokale Steuergegebenheiten keine Gedanken machen. Die Millionärssteuer würde also letztlich bei den Clubs hängen bleiben. Sie fürchten, erdrosselt zu werden - es sei denn, sie haben einen finanzkräftigen Sponsor.
In Niedersachsen sind Fußballprofis bereits ins Visier der Steuerbehörden geraten. Laut "Hamburger Abendblatt" werden Jahreseinkünfte von mehr als 500.000 Euro viel zu selten überprüft. Besonders oft drückten sich Fußballprofis mit ihren Millioneneinkünften um die angemessene Einkommensteuer. Deshalb seien alle in Frage kommenden 60 Steuerakten überprüft worden. Zu den Ergebnissen blieben die Angaben vage. Nur eins ist sicher: Wenn ein Fußballprofi erst einmal das Land verlassen hat, schaut der Fiskus meist in die Röhre.
29.08.2013, 13:59 Uhr | t-online.de
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