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Griechenland exportiert wieder mehr

09.09.2013, 18:00 Uhr | dpa-AFX

ATHEN (dpa-AFX) - Hoffnungsschimmer für Griechenland: Das Euro-Krisenland exportiert wieder mehr. Im Juli stiegen die Exporte um 6,7 Prozent verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat auf 2,37 Milliarden Euro. Im Vergleich des Zeitraumes August 2012 bis Juli 2013 mit August 2011 bis Juli 2012 seien die Exporte sogar um zwölf Prozent gewachsen, teilte das Statistische Amt (Elstat) am Montag mit. Wegen des dramatischen Rückgangs des heimischen Marktes versuchen immer mehr griechische Unternehmen, aktiver zu werden und ihre Produkte im Ausland zu platzieren.

Das hoch verschuldete Land kämpft gegen die anhaltende Wirtschaftstalfahrt und steckt in der Deflation fest. Im August sind die Verbraucherpreise nach Angaben des Statistikamtes weiter um 1,3 Prozent gesunken. Im Juli hatte es einen Rückgang von 0,7 Prozent gegeben. Bei den Berechnungen hält sich das Amt dabei an die Standards der EU-Statistiker. Sinkende Verbraucherpreise über einen längeren Zeitraum werden als Deflation bezeichnet und gelten als Hemmnis für die konjunkturelle Entwicklung, da Konsumenten und Unternehmen Ausgaben hinauszögern. Sie könnten darauf spekulieren, dass die Preise weiter fallen. Im schlimmsten Fall kann dies eine Abwärtsspirale auslösen.

Der griechische Finanzminister Ioannis Stournaras warnte in Athen vor den Forderungen der Opposition, die Rückzahlung der griechischen Schulden auf Eis zu legen. Derartige Vorhaben seien "gefährlich und lächerlich". Falls Athen dies tun würde, werde Griechenland "in den nächsten zehn Sekunden isoliert sein", sagte Stournaras dem griechischen Nachrichtensender "Vima FM". Alexis Tsipras, Vorsitzender des Bündnisses der radikalen Linken (Syriza), hatte zuvor erklärt, er werde, sobald er regiere, einen Schuldenschnitt in Höhe von 50 Prozent fordern. Andernfalls werde Griechenland die Rückzahlung seiner Schulden auf Eis legen.

Stournaras bezifferte den Fehlbetrag im derzeitigen griechischen Rettungsprogramm auf etwa 10,5 Milliarden Euro. "Uns fehlen 4,5 Milliarden Euro für 2014 und etwa 5,5 bis sechs Milliarden für 2015", sagte er im Radio. Neue Kürzungen von Gehältern oder Steuern schloss er aus.

09.09.2013, 18:00 Uhr | dpa-AFX

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