Gebühren am Geldautomaten
Diese Banken langen beim Fremdabheben richtig zu10.09.2013, 15:56 Uhr | t-online.de, dpa
Wer sein Geld nicht beim eigenen Institut abholt, zahlt dafür bei manchen Banken bis zu zehn Euro (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ imago-teutopress)
Sparkassen und Genossenschaftsbanken kassieren für das Fremdabheben an ihren Geldautomaten die höchsten Gebühren. Bis zu 7,50 Euro zahlen Verbraucher, wenn ihr Institut nicht zum jeweiligen Mitgliedsnetz einer Bank gehört. Das ergab eine Auswertung der ING Diba für die "Welt". Wenn keine eigene Bank in der Nähe ist, sollten Verbraucher daher lieber Privatbanken aufsuchen. Fast alle dieser Geldhäuser haben sich auf eine Höchstgebühr von 1,95 Euro geeinigt.
Dieser Sieg gereicht den Genossenschaftsbanken nicht zur Ehre: Platz eins bis acht in der Rangliste der Fremdgebühren gehört ihnen. Die Ränge eins und zwei teilen sich die Raiffeisenbank Asbach-Sorga und die Volksbank Blaubeuren mit jeweils 7,50 Euro. Unter die ersten zehn der Diba-Auswertung schaffen es knapp noch die Salzlandsparkasse und die Sparkasse Zwickau mit einem Abschlag von fünf Euro.
Dies sind nur Mindestgebühren - vereinzelt sind dem Bericht zufolge auch zehn Euro möglich. Bei einem üblichen Gebührensatz von einem Prozent sei dies aber nur bei einer Abhebung von 1000 Euro der Fall. Für die Liste hatte die ING Diba die Abhebungen ihrer Kunden von Juni bis August ausgewertet - knapp 1400 Transaktionen.
Am anderen Ende der Rangliste steht allerdings auch eine Genossenschafts-Bank: die Sparda-Bank München berechnet Nicht-Kunden 1,75 Euro. Mit 1,95 Euro liegt etwa die Sparda-Bank West mit Filialen im Ruhrgebiet und Rheinland auf dem Niveau der Privatbanken. Auch die Sparkasse Osnabrück liegt in diesem Rahmen.
Generell gibt es bei für das Fremdabheben keine Gebührengrenze. Die Politik zeigt keine Initiative. Das Bundeskartellamt prüft derzeit die Lage - tat das allerdings auch schon 2011 über mehrere Monate, ohne dass sich dadurch etwas verändert hätte. Das einzige Zugeständnis an die Verbraucher: Seit Januar 2011 muss die jeweilige Gebühr vor dem Abheben angezeigt werden.
In ihrem Programm für die Bundestagswahl 2013 fordert die SPD jetzt eine Deckelung der Abgabe auf zwei Euro. Das entspricht nach einer Mitteilung des Vergleichsportals Verivox dem internationalen Durchschnitt.
ING-Diba-Chef Roland Boekhout hatte bereits im Januar gefordert, dass die Obergrenze der Privatbanken von 1,95 Euro in der gesamten Branche gelten sollten. Sparkassen und Genossenschaftsbanken argumentieren aber, dass einige private Institute kaum in ein eigenes Automatennetz investieren. Stattdessen würden sie sich auf das Netz der zwei Regionalinstitute verlassen. Denn sie stellen nur 10.800 der bundesweit etwa 60.000 Automaten.
Institut | Gebühr (in Euro) |
Raiffeisenbank Asbach-Sorga | 7,50 |
Volksbank Blaubeuren | 7,50 |
Volksbank Winsener Marsch | 6,00 |
Raiffeisenbank Todenbüttel | 6,00 |
Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück | 5,80 |
Volksbank Dassel | 5,00 |
Volksbank Demmin | 5,00 |
Volksbank Mitte | 5,00 |
Salzlandsparkasse | 5,00 |
Sparkasse Zwickau | 5,00 |
Quelle: ING Diba
10.09.2013, 15:56 Uhr | t-online.de, dpa
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