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Steuereinnahmen in Deutschland auf Rekordniveau: 570 Milliarden Euro in 2013

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Deutsche zahlen so viele Steuern wie noch nie  

Bund und Länder verbuchen Rekord-Steuereinnahmen

31.01.2014, 17:21 Uhr | rtr, dpa-AFX

Steuereinnahmen in Deutschland auf Rekordniveau: 570 Milliarden Euro in 2013. Finanzminister Wolfgang Schäuble hat gut lachen, denn die Steuereinnahmen sind weiter gestiegen (Quelle: imago/CommonLens)

Finanzminister Wolfgang Schäuble hat gut lachen, denn die Steuereinnahmen sind weiter gestiegen (Quelle: imago/CommonLens)

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr so viele Steuern gezahlt wie noch nie. Der hohe Beschäftigungsgrad und der private Konsum bescheren dem Staat 570,2 Milliarden Euro. Damit legte das Steueraufkommen von Bund und Ländern 2013 um 3,3 Prozent zum Vorjahr zu, wie das Bundesfinanzministerium in Berlin erklärte.

Die Lohnsteuereinnahmen stiegen entsprechend um 6,1 Prozent auf 158,2 Milliarden Euro. Der private Konsum spülte dem Staat 196,9 Milliarden Euro in die Kassen - die Einnahmen aus der Umsatzsteuer legten um 1,1 Prozent zu. Damit blieben die Steuereinnahmen insgesamt im Rahmen der Erwartungen der Experten. Der amtliche Arbeitskreis Steuerschätzung hatte für 2013 ein nur minimal höheres Plus von 3,4 Prozent vorhergesagt. Die veranlagte Einkommensteuer lag bei 42,28 Milliarden - 13,5 Prozent mehr als 2012.

Die Staatskassen haben im vergangenen Jahr aber auch deutlich von gestiegenen Unternehmensgewinnen profitiert. Die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer kletterten 2013 gegenüber dem Vorjahr um 15,2 Prozent auf rund 19,5 Milliarden Euro. Allerdings wurde die letzte Prognose der Steuerschätzer von einem Plus von gut 17 Prozent knapp verfehlt.

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Das allein den Ländern zustehende Aufkommen aus der Erbschaftsteuer legte 2013 um 7,6 Prozent auf gut 4,63 Milliarden zu - etwas mehr als erwartet.

Etwas weniger Schwung

Insgesamt schwächte sich die Dynamik allerdings etwas ab. 2012 waren die Einnahmen von Bund und Ländern noch um 4,7 Prozent gestiegen. Reine Gemeindesteuern sind in der Statistik noch nicht erfasst.

Höhere Abführung an die EU

Der Bund alleine verbesserte seine Einnahmen 2013 um 1,4 Prozent auf 259,9 Milliarden Euro. Auch das lag im Rahmen der Erwartungen. Die Länder kamen mit einem Plus von 3,3 Prozent auf 244,2 Milliarden Euro. Der geringere Anstieg des Bundes ist auch auf die höheren Abführungen an die EU zurückzuführen, an die 31,1 Milliarden Euro und damit 18,2 Prozent mehr floss.

Haushaltssanierung fortgesetzt

Die nach dem Wachstumseinbruch 2009 wieder gestiegenen Steuereinnahmen haben maßgeblich zur Sanierung der Finanzen von Bund und Ländern beigetragen. Dem Bundesfinanzministerium zufolge schrieben die Haushalte der Bundesländer insgesamt bis Ende November 2013 ein Finanzierungsdefizit von 8,5 Milliarden Euro - das sind 3,3 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. Der Bund kam auf einen Fehlbetrag von 22,3 Milliarden Euro. Das waren trotz der Sonderbelastung von acht Milliarden Euro durch die Fluthilfe rund 500 Millionen Euro weniger als im Vorjahr.

Verschwendung im Bild
Beispiele aus dem Steuer-Schwarzbuch

Gute Prognosen für 2014

Für das laufende Jahr rechnet Finanzminister Wolfgang Schäuble mit einer günstigen Konjunktur. "Es gibt deutliche Anzeichen für eine Verbesserung des weltwirtschaftlichen Umfelds", heißt es im neuen Monatsbericht der Beamten. "Damit dürfte ein Anziehen der Exporttätigkeit deutscher Unternehmen verbunden sein." Auch die Binnennachfrage dürfte sich positiv entwickeln. So seien auch weiterhin positive Impulse vom privaten Konsum zu erwarten.

2013 war die deutsche Wirtschaft nur um 0,4 Prozent gewachsen, wobei die Exporte wegen der Krise in Europa und der schwachen Weltkonjunktur wohl gesunken sind. Dagegen erwies sich der private Konsum als wichtigster Konjunkturmotor. Der Internationale Währungsfonds traut der größten Volkswirtschaft Europas in diesem Jahr ein BIP-Plus von 1,6 Prozent zu.

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