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    Uli Hoeneß kommt mit Glück nach der Hälfte der Haftstrafe frei

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    Haftstrafe gegen Uli Hoeneß  

    Mit etwas Glück schon nach der Hälfte wieder frei

    13.03.2014, 16:45 Uhr | AFP, rtr, t-online.de

    Uli Hoeneß kommt mit Glück nach der Hälfte der Haftstrafe frei. Falls das Urteil gegen Uli Hoeneß rechtskräftig wird, müsste der Bayern-Präsident die Haftstrafe wahrscheinlich in der JVA Landsberg absitzen (Quelle: imago/Michael Westermann)

    Falls das Urteil gegen Uli Hoeneß rechtskräftig wird, müsste der Bayern-Präsident die Haftstrafe wahrscheinlich in der JVA Landsberg absitzen (Quelle: imago/Michael Westermann)

    Dreieinhalb Jahre Haft für Uli Hoeneß lautet das Urteil des Landgerichts im spektakulären Steuer-Prozess. Die Verteidigung hat bereits Revision angekündigt, die Staatsanwaltschaft hält sich weitere Rechtsmittel zumindest offen. Aber selbst wenn das Urteil rechtskräftig wäre, müsste der Bayern-Präsident wohl kaum die ganze Zeit absitzen.

    Mit etwas Glück muss Hoeneß nur die Hälfte der Strafe hinter Gitter verbringen, also 21 Monate - und diese dann womöglich auch nur nachts. Denn das Strafgesetzbuch (StGB) ermöglicht so genannte Halbstrafen, wenn "Milderungsgründe von besonderem Gewicht vorliegen". Über den Freigang zur Arbeit in Freiheit entscheidet - womöglich schon nach wenigen Wochen - der Gefängnisleiter.

    Nach Paragraf 57 des StGB können Haftstrafen von mehr als zwei Jahren in Ausnahmefällen schon nach Verbüßen der Hälfte zur Bewährung ausgesetzt werden. Voraussetzung: "Die Gesamtwürdigung von Tat, Persönlichkeit der verurteilten Person und ihrer Entwicklung während des Strafvollzugs" muss ergeben, "dass besondere Umstände vorliegen".

    Urteil im Hoeneß-Prozess 
    Drei Jahre und sechs Monate Haft für Uli Hoeneß

    Das Gericht befand die Selbstanzeige des Bayern-Präsidenten für unwirksam. Video

    Vieles spricht für Uli Hoeneß

    Im Fall Hoeneß könnten diese besonderen Umstände darin liegen, dass die Selbstanzeige, mit der er eigentlich reinen Tisch machen wollte, aus eher formalen Gründen gescheitert ist. Aber auch die soziale Fallhöhe vom geachteten Präsidenten des FC Bayern zu einem vorbestraften Kriminellen könnte ebenso für eine Vollzugslockerung sprechen. Die weiteren nötigen Voraussetzungen - eine günstige Sozialprognose und keine Rückfallgefahr - sprächen bei Hoeneß wohl ebenfalls dafür.

    Allerdings müsste Hoeneß gar nicht mal zwingend die Hälfte der Strafe im Gefängnis verbringen. Paragraf 11 StGB zur "Lockerung des Vollzugs" erlaubt es, dass Häftlinge als sogenannte Freigänger außerhalb der Vollzugsanstalt arbeiten und nur nachts zum Schlafen einrücken müssen. Über solche Vollzugslockerungen entscheidet der Anstaltsleiter. Der Besuch von Abend- oder gar Auslandsspielen des FC-Bayern wären dann allerdings tabu.

    Einsitzen müsste Uli Hoeneß wahrscheinlich in der JVA Landsberg - hier werden Wirtschaftsstraftaten aus München üblicherweise verbüßt. An dem geschichtsträchtigen Ort verbüßte Adolf Hitler seine Haft. Am 1. April 1924 verurteilte ihn das Volksgericht zu einer fünfjährigen Haftstrafe. Allerdings kam Hitler schon am 20. Dezember 1924 auf Bewährung wieder frei. Nach 1945 wurden in Landsberg Kriegsverbrecher hingerichtet.

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