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US-Banken zahlen Milliarden wegen widerrechtlicher Hauspfändungen

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US-Banken zahlen Milliarden wegen widerrechtlicher Hauspfändungen

07.01.2013, 19:13 Uhr | dpa, AFP

Wegen unrechtsmäßige Hauspfändungen während der Immobilienkrise zahlen US-Großbanken ihren betroffenen Kunden eine Milliarden-Entschädigung. Insgesamt zehn Geldinstitute schlossen einen 8,5 Milliarden Dollar (6,5 Milliarden Euro) schweren Vergleich mit staatlichen Bankenregulierern, wie die Behörden mitteilten. Darunter sind die drei größten US-Institute Bank of America, JPMorgan Chase und die Citigroup.

Hausbesitzer einfach vor die Tür gesetzt

Die US-Banken stehen seit Jahren wegen fragwürdiger Methoden bei Zwangsvollstreckungen in der Kritik. Das Thema ist in den USA brandheiß, weil durch das Platzen der Immobilienblase und die anschließende Finanz- und Wirtschaftskrise Millionen Amerikaner ihr Eigenheim verloren haben. Sie konnten ihre Kreditraten nicht mehr zahlen.

Den Banken wurde angelastet, die Schuldner ohne ordentliche Räumungsverfahren vor die Tür gesetzt zu haben. In der Kritik stehen vor allem die Robo-Signers genannten automatisierten Räumungsprozesse, bei denen Bankmitarbeiter die Zwangsversteigerung ohne die nötige Sorgfalt abwickelten.

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Übersetzt bedeutet Robo-Signers "roboterhaftes Unterschreiben". Gemeint ist damit, dass überlastete Sachbearbeiter sich angesichts der schieren Masse der Fälle kaum Zeit für eine eingehende Prüfung der Unterlagen genommen haben, sondern stattdessen im Minutentakt die Pfändungsbescheide erstellten.

Vergleich soll Schuldner entschädigen

Mit dem nun geschlossenen Vergleich sollen mehr als 3,8 Millionen Schuldner entschädigt werden, deren Häuser in den Jahren 2009 und 2010 gepfändet wurden. Die Banken zahlen den Angaben zufolge 3,3 Milliarden Dollar direkt an die Betroffenen. Die restlichen 5,2 Milliarden Dollar sind für Erleichterungen bei den Hypotheken vorgesehen.

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Bereits im Februar 2012 hatte sich die US-Regierung mit mehreren Großbanken im Zusammenhang mit widerrechtlichen Zwangsräumungen und mangelhafter Kreditberatung auf einen 25 Milliarden Dollar schweren Vergleich geeinigt, um überschuldete Hausbesitzer zu entlasten.

Quelle: dpa, AFP

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